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Der Feldahorn: knorrig, robust, bunt

Baum des Jahres 2015 Der Feldahorn: knorrig, robust, bunt

Seine relativ kleine und knorrig anmutende Statur ist ebenso sein Markenzeichen, wie die im Herbst goldgelb gefärbten Blätter. Die Rede ist vom etwa 20 bis 25 hohen Feldahorn, dem kleinen Bruder von Spitz- und Bergahorn und als Baum des Jahres 2015 der Nachfolger der Trauben-Eiche.

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So groß, wie auf diesem Bild, wird ein Feldahorn selten.

Quelle: www.baum-des-jahres.de/roloff

Landkreis. „Der Feldahorn ist ein typischer Baum, der an Waldrändern vorkommt“, sagt Lothar Seidel vom Kreisforstamt. Im Landkreis Schaumburg findet man ihn unter anderem im Gebiet der Tiefenbruchwiesen in Pollhagen. Vor allem im Herbst ist die Landschaft dort aufgrund der Feldahorne schön anzuschauen, wie Seidel betont, der sich auch gleich als Fan des Baumes zu erkennen gibt.

Für ihn ist der Baum ein robuster Pionier, der die offenen Landschaften besiedelt. Daher auch der Name Feldahorn. Die einzige „Schwäche“ des Baumes, der Wind und Wetter gewachsen ist, ist seine Lichtbedürftigkeit.

Früher hatte der Feldahorn eine gewisse Bedeutung für Brennholzzwecke, erklärt Seidel. „Er schlägt sehr gut wieder aus, wenn er am Stamm abgeschlagen wird.“ Generell verträgt der Ahorn regelmäßige Rundumschnitte ohne Probleme. Auch Gerätschaften aus Holz wurden eine Zeit lang aus dem dicken und stabilen Holz des Baumes hergestellt. „Heute wird der Feldahorn nur selten für die Herstellung von Holzgegenständen genutzt“, so Seidel. Das könnte daran liegen, dass besonders schön gemaserte Stämme als Furnierholz sehr hohe Preise erzielen.

Was den Baum mit der hellgrau bis braungelblichen Rinde für Seidel so besonders macht, ist auch die „wunderschöne Herbstfärbung.“ Die quietschgelben Farbtöne der Blätter sorgen dafür, dass der Feldahorn bereits aus weiter Entfernung zu erkennen ist. „Auch das Lichtspiel, das unter dem Feldahorn beobachtet werden kann, ist sehr hübsch anzusehen.“ Für das knorrige Erscheinungsbild sind die Korkleisten zuständig, die sich an den Zweigen bilden. Dadurch wirkt der Baum, auch wenn er erst vor Kurzem eingepflanzt worden ist, optisch schnell sehr alt.

Die roten Früchte des Feldahorns werden Flügelfrüchte genannt. Diese Flügel kennt wahrscheinlich jeder aus seiner Kindheit als „Propeller, die vom Himmel fliegen.“ Wer hat nicht als Kind diese Propeller aufgehoben, die klebrigen Enden leicht auseinander gezogen und sich die Flügel auf die Nase gesetzt? Im Gegensatz zum gängigen Ahorn, bei dem diese Blätter ein V ergeben, stehen hier die Flügel waagerecht ab, ergänzt Seidel. In voller Blüte zu sehen ist der Baum von Mai bis Juni.

Weitere Informationen sowie ein ökologischer Steckbrief über den Baum des Jahres gibt es auf der Internetseite der „Schutzgemeinschaft deutscher Wald“ unter www.sdw.de. mak

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