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Der Holzbock macht wieder Wald und Wiesen unsicher

Landkreis / Zeckengefahr Der Holzbock macht wieder Wald und Wiesen unsicher

Sie sind wieder unterwegs: Der Gemeine Holzbock und seine Artgenossen machen seit einiger Zeit erneut Felder, Wald und Wiesen „unsicher“. Trotzdem besteht „kein Grund zur Panik“, betont Diana Krause vom Kreisforstamt. Auch wenn man beim Besuch in der Natur selbstverständlich einige Vorsichtsmaßnahmen treffen sollte.

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Zum Schutz vor Zecken gilt: In der Natur keine offenen Schuhe tragen (großes Bild) und nach der Heimkehr sich selbst und seine Haustiere (kleines Bild) gründlich nach den kleinen Blutsaugern absuchen. © dpa

Landkreis (kle). „Zecken werden ab einer Temperatur von sieben Grad wieder aktiv“, erklärt Krause, weshalb sie auch in Schaumburg bereits aus ihrem „Winterschlaf“ erwacht sind. Die Zeckenpopulation schätzt Krause für dieses Jahr sehr hoch ein.

Der Grund: „Wir haben viele Mäuse auf Feldern und Wiesen“, und bei diesen handle es sich um die Hauptnahrungsquelle von Zecken. „Schlimm ist es auch für die Tiere, wenn es im Winter abwechselnd wärmer und dann wieder sehr kalt ist – und auch das gab es nicht.“

Vorsicht ist also geboten. Krause rät dazu, nur mit langen Klamotten in die Natur zu gehen, also „keine kurzen Hosen oder Sandalen“ zu tragen. Ein spezieller Tipp: Beim Gang durchs Dickicht einfach die Socken über die Hose ziehen, „das schützt noch besser“. Auch das Familienpicknick sollte man besser nicht ins hohe Gras verlegen – und sich nach der Heimkehr von einem Ausflug immer gründlich nach Zecken absuchen.

Selbiges gilt übrigens für Haustiere, die die Zecken sonst schnell in der Wohnung ihrer Halter verteilen können.

Wird eine Zecke rechtzeitig und sicher entfernt – am besten mit speziellen Zangen oder Kärtchen aus der Apotheke –, besteht erst einmal kein Grund zur Sorge. Dennoch, so Krause, sollte man einen Zeckenstich noch zwei bis vier Wochen lang im Auge behalten. Kreisrunde Rötungen um den Stich können erste Anzeichen für Borreliose sein.

In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Informationen zu den Risikogebieten für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) finden sich auf www.rki.de.

Kleine Blutsauger ohne „Biss“

Viele Mythen und Missverständnisse ranken sich nach wie vor um die Zecken. Doch welche stimmen – und was gibt es sonst noch über die kleinen Blutsauger zu wissen?

• Zwar spricht man für gewöhnlich gerne von einem Zeckenbiss, tatsächlich handelt es sich bei diesem „Biss“ aber um einen Stich. Mit ihren Klauen ritzt die Zecke die Haut ihres „Opfers“ nur an, anschließend verankert sie ihren Stachel in der Wunde, um das Blut zu saugen.

• Der Gemeine Holzbock, die am häufigsten vorkommende Zeckenart in Schaumburg, wird für gewöhnlich zwei bis drei Jahre alt. Gleichzeitig kann er ein ganzes Jahr ohne Nahrung überleben.

• Entgegen einem alten Mythos lassen sich Zecken nicht von Bäumen fallen, um sich über ihre Wirte herzumachen, sondern sie sitzen im hohen Gras oder im Gebüsch. Zecken können mithilfe spezieller Rezeptoren solche Stoffe wahrnehmen, die ihre Nahrungslieferanten durch ihren Atem oder Schweiß abgeben, und lassen sich von diesen einfach „abstreifen“.

• Als ultimatives Hausmittel gegen Zecken galten einst Öl und Klebstoff. Beide sollte man aber keinesfalls verwenden, sondern stattdessen Zeckenzangen, -haken oder -kärtchen, erhältlich in Apotheken.

• Zecken sind keine Insekten, sondern Spinnentiere. Nur im Larvenstadium haben sie sechs Beine. Haben sie sich zur Nymphe und schließlich zur Adulte entwickelt, haben sie – wie Spinnen – acht Beine.

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