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Der Knoten ist geplatzt

Landkreis / Bildungspaket Der Knoten ist geplatzt

Der Knoten ist geplatzt: Seitdem sich kreisweit vier Sozialpädagogen direkt in Schulen vor Ort um das Thema Bildungspaket kümmern, ist die Zahl von dessen Nutzern sprunghaft nach oben gestiegen. Das hat Heinz Kraschewski, Leiter des Kreissozialamtes, auf Anfrage mitgeteilt.

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Quelle: sl

Landkreis (ssr). Im ersten Jahr nach der Einführung war die Zahl der anspruchsberechtigten Eltern, die für ihre Schulkinder Leistungen aus dem neuen „Bildungs- und Teilhabepaket“ beantragt hatten, nur mühsam angestiegen. Deren Anteil betrug auch noch zum Jahresende 2011 weniger als die Hälfte, nämlich kreisweit 44 Prozent. Die Kurve setzte sich auch bis Mai 2012 eher nur flach fort, zu diesem Zeitpunkt waren genau 50 Prozent derer, für die das Geld gedacht ist, dabei.
Dann nahm der Landkreis ein Förderangebot des Bundes an und stellte vier Sozialpädagogen ein. Diese Experten kümmern sich seitdem direkt an den Schulen gleichsam um das „Marketing“ des Bildungspakets. Sie bestärken Schulleitungen und Lehrer, auf die Nutzung hinzuwirken, beraten Eltern und gehen im Zweifel auf diese auch direkt zu. Wichtiger Nebeneffekt: Die vier Sozialpädagogen leisten in diesem Zuge auch ganz allgemein wichtige Sozial-, Beratungs- und Erziehungsarbeit.
Auf die Inanspruchnahme des Bildungspakets hat der Personaleinsatz spürbare Wirkungen. Binnen nur eines halben Jahres ist der Anteil seitdem von 50,6 auf 66,6 Prozent geklettert (siehe Grafik). Das heißt: Mittlerweile profitieren im Schaumburger Land 3638 bedürftige Kinder von dieser Sozialleistung. „Dieser Anstieg liegt im Vergleich mit dem Umland weit über dem Schnitt“, stellte Kraschewski fest. Mit einem Anteil von zwei Dritteln als Nutzer liege Schaumburg mittlerweile über dem aktuellen Bundesschnitt.
Im Umkehrschluss bedeutet diese Zwischenbilanz freilich auch, dass immer noch ein Drittel der Berechtigten keine Unterstützung für ihre Kinder anfordert. Das betrifft nach Angaben von Kraschewski überproportional Kinder mit Migrationshintergrund. Hier gelte es, nachzusetzen. Denn: „Mit Blick auf die soziale Prävention, die Verbesserung von Schulabschlüssen und die Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit wäre eine Quote von hundert Prozent das Beste“, betonte Kreis-Sozialdezernent Klaus Heimann
Etwa 41 Prozent der Anträge in Schaumburg richten sich auf die schulische Mittagsverpflegung. Mit 18 Prozent des Fördergeldes werden mehrtägige Klassenfahrten finanziert, weitere zehn Prozent dienen der Unterstützung bei eintägigen Ausflügen. Fünf Prozent des Geldes dienen der Lernförderung, drei Prozent der Schülerbeförderung.
Stark angestiegen im Vergleich zur Anlaufphase des Bildungspakets im vergangenen Jahr ist jener Anteil von mittlerweile gut 23 Prozent, mit dem Eltern bei der „gesellschaftlichen Teilhabe“ ihrer Kinder unterstützt werden. Dabei geht es unter anderem um Mitgliedsbeiträge für Vereine oder um Theater- und Konzertbesuche.

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