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Der Natur auf der Spur

Wildnispädagogik Der Natur auf der Spur

Schon die alten Römer wussten: „Holz in den Wald zu tragen ist töricht“. Auch Wildnispädagoge Thomas Held käme nicht auf die Idee, das Gehölz forstwirtschaftlich zu optimieren. Ihm ist mit seiner im Februar gegründeten Wildnisschule viel mehr daran gelegen, die Natur bewusst erlebbar zu machen und hilfreiche Techniken zu vermitteln.

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Wildnispädagoge Thomas Held lehrt in seiner Wildnisschuledas Spurenlesen und Glutbrennen.

Quelle: js

Stadthagen. Eine davon ist das natürliche Gerben von Ledern und Fellen. Bei der Auftaktveranstaltung vor wenigen Tagen lernten 13 Jäger der Kreisjägerschaft Schaumburg dieses alte Handwerk. Aber auch für Laien hat der 50-jährige Meerbecker Seminare im Angebot. Vom Freitag, 26. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, bietet Held ein einführendes Wildnistraining auf Wilhelms Hof in Feggendorf und im nahe gelegenen Deister an. Dort kommen die maximal 20 Teilnehmer in den Genuss einer erlebnisorientierte Einführung in das Leben im Wald.

 Dazu gehören nicht nur Feuermachen mit einem Feuerbogen, der Bau einer Schutzhütte, Spurenlesen oder das Glutbrennen (ein Holzgefäß oder Besteck mithilfe von Glut herstellen). Auch das Eintauchen in die Natur und die Schärfung der Wahrnehmung spielen eine große Rolle. „Durch den heutigen Zeitdruck leben wir in einer sehr fokussierten Welt“, sagt der Wildnispädagoge. In der Ruhe des Waldes sei es nicht nur möglich, alle Sinne auf ganz natürliche Weise zu beanspruchen, sondern auch zu sich selbst zu kommen. Wer nicht im eigenen Zelt übernachten möchte, kann alternativ eine Ferienwohnung auf Wilhelms Hof beziehen. Mitmachen darf jeder, der das 16. Lebensjahr überschritten hat.

 Doch auch jüngere Jugendliche kommen in der Wildnisschule auf ihre Kosten. Beim traditionellen Bogenbau im Sommer (18. bis 21. Juni) und im Herbst (22. bis 25. Oktober) können neben Erwachsenen auch Jungen und Mädchen dabei sein und ihren handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

 Für Schüler ist Thomas Held ebenfalls im Einsatz. An verschiedenen Einrichtungen hat er bereits Erlebnistage und Veranstaltungen durchgeführt. Auch hier stand das nachhaltige, erlebnisorientierte Lernen im Fokus, auf Wunsch inklusive leckerer Speisen aus dem Wald. „Aus Brennnesselblättern kann man mit Salz und heißem Öl sehr leckere Chips machen“, sagt der Pädagoge. Wie das genau funktioniert, erfuhren aber nicht nur die Kleinen, sondern auch alle anderen Teilnehmer der Wildnisschule.

 Die Termine, Preise und weitere Angebote sind im Internet unter www.wildnisschule-schaumburg.de zu finden. js

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