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Der Rohbau des Gesamtklinikums ist so gut wie fertig

Projektgesellschaft zufrieden mit Ablauf Der Rohbau des Gesamtklinikums ist so gut wie fertig

Die Arbeiten am Rohbau des Gesamtklinikums Schaumburger Land in der Vehlener Feldmark sind fast abgeschlossen. Die Betonmischer werden demnächst den Fensterbauern weichen, dann beginnen die Arbeiten im Inneren der drei Gebäudeteile. Die Krankenhausprojektgesellschaft (KPG) hat aus diesem Anlass bei einer Pressekonferenz weitere Details zum zukünftig einzigen Schaumburger Krankenhaus bekannt gegeben.

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Die Arbeiten am Rohbau des Gesamtklinikums sind so gut wie abgeschlossen.

Landkreis. Umziehen werden Patienten demnach zwischen Weihnachten und Neujahr 2016. So soll der Aufwand gering gehalten werden. Erfahrungsgemäß handele es sich um eine Zeit, die nur im Krankenhaus verbringt, wer absolut keine andere Wahl hat, wie KPG-Geschäftsführer Achim Rogge erklärte. Am Betriebsstart des Gesamtklinikums Anfang 2017 hält er angesichts des Fortschritts der Arbeiten fest.

Im zentralen Nord-Kubus werden sich neun Operationssäle befinden, wie Architekt Peter Schmiedgen von der Ludes Generalplaner GmbH in Berlin erklärte. Einer davon ist ein sogenannter Hybrid-OP, in dem zum Beispiel ein Gefäßchirurg schnell von einem „einfachen“ Katheter-Eingriff zur offenen Operation übergehen kann, wenn das erforderlich ist. Auch die Zentrale Notaufnahme und ein Medizinisches Versorgungszentrum werden im Nord-Kubus eingerichtet.

In den Kuben Ost und West sollen sich hauptsächlich die Stationen befinden, wo Patienten untergebracht und gepflegt werden. Von den 437 Betten, zumeist verteilt auf Zwei-Personen-Zimmer, werden 56 in Einzelzimmern für Patienten mit „Wahlleistungen“ stehen – Privatversicherte.

Architekt Schmiedgen erklärte, für das Thema Behindertengerechtigkeit den Kreis-Behindertenbeirat konsultiert zu haben. Die Nasszellen in zehn Zimmern seien behindertengerecht, allesamt seien behindertenfreundlich. Diese Definitionen lassen sich zum Beispiel an der Quadratmetergröße der Nasszelle festmachen. Auch gebe es Betten und Zimmer, die ausgerichtet sind auf die Bedürfnisse von Menschen mit starkem Übergewicht.

Technisch und organisatorisch soll das Gesamtklinikum den drei bisherigen Kliniken deutlich überlegen sein. „Papier“, sagte Geschäftsführer Rogge, „wird es kaum noch geben.“ Über eine Rohrpost, deren Zylinder mit Computerchips ausgestattet seien, gelangen zum Beispiel Gewebeproben direkt aus dem OP in die Pathologie, die die Untersuchungsergebnisse in die digitale Krankenakte einspeise und sie so unmittelbar für den behandelnden Arzt verfügbar mache. Eine Rohrpost gibt es zwar auch im Krankenhaus Stadthagen. „Aber das System ist veraltet“, erklärte der Technische Leiter Dirk Hahne.
Unnötige und im schlimmsten Fall gefährliche Wartezeiten in der Notaufnahme soll es nicht geben. Die Organisation in diesem Bereich sei derzeit in den Krankenhäusern des Landkreises „nicht state-of-the-art“, wie Rogge sagte. Im Gesamtklinikum werde nach dem Manchester-Triage-System verfahren. Dabei handelt es sich um eine Hierarchisierungsmethode für Notfälle. Vereinfacht gesagt: Ein Schnitt in den Finger kann länger warten als ein Herzinfarkt, Druck auf der Brust kann, muss aber nichts Ernstes bedeuten.

Auf dem Außengelände wird es 550 Parkplätze geben, führte Architekt Schmiedgen aus. Für einen kleinen Park werden 500 Bäume angepflanzt. Der Hubschrauberlandeplatz befindet sich nicht auf dem Dach, sondern von der Kreisstraße 37 aus gesehen hinter den Kuben. EU-Vorschriften werde damit Rechnung getragen, erläuterte Dirk Hahne. Man rechne mit etwa 100 An- und Abflügen jährlich.
 n Am 17. Juli will die Krankenhausprojektgesellschaft Richtfest feiern. jcp

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