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Der Stoff aus dem Steine sind

Landkreis / Tag des offenen Denkmals Der Stoff aus dem Steine sind

Per Fahrrad oder mit Auto haben sich am Sonntag hunderte kultur-, historisch und heimatinteressierte Bürger auf den Weg gemacht und Baudenkmäler besucht, die sonst nicht oder nicht so umfänglich besichtigt werden können. In Stadthagen und Lindhorst öffneten am „Tag des offenen Denkmals“ 30 der 600 in Niedersachsen ausgewiesenen Objekte.

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„Unter Tage“: Klaus Meyer (links) zeigt einem interessierten Publikum im Ringofen die Abläufe der Ziegelherstellung.

Quelle: sk

Landkreis (sk). Würstchen und Kartoffelsalat für die einen, Apfelkuchen für die anderen: Die Ehepaare Zwecknagl und Höttges aus Nienburg hatten gegen 15 Uhr fünf „Denkmäler“ besucht und gönnten sich am Haus Tadge in Wendthagen eine Pause, das Info-Faltblatt der Schaumburger Landschaft, in dem alle 30 Denkmäler beschrieben sind, auf dem Tisch. „Ein vorzüglicher Plan“, befand Markus Höttges. Überhaupt: Die Organisation des Denkmaltages in Schaumburg sei „super“ befanden die Besucher aus dem Nachbarkreis. Vor allem werde hier an einem Standort neidlos auf den nächsten hingewiesen. Das kenne sie auch anders, erzählte Kerstin Höttges. Das Tadge-Haus haben die Ehepaare unter anderem besichtigt, die Alte Schmiede in Lindhorst und die alte Dampfziegelei in Ottensen.

Hier fanden sich alle Besucher in einer Art Gewölbegang wieder. Im mehr als zwei Meter hohen gemauerten Ringofen, der bis 1968 in Betrieb war, erklärte Klaus Meyer einem stets sehr interessierten Publikum die Abläufe des Ziegelbrennens und das Ausgangsmaterial, den grau-schwarzer Ton, „der Stoff, aus dem die Steine sind“. In hiesiger Gegend kommen die gebrannten Ziegel rot aus dem Ofen. Das liege daran, dass der Ton hier eisenoxidhaltig sei, erläuterte Meyer. Der Maschinenbauingenieur engagiert sich im Freundeskreis historischer Ziegeleien in Schaumburg. Im Hof Gümmer in Lindhorst hat Meyer eine Ausstellung zum Thema eingerichtet. Das Ziegeleimuseum ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14 – 19 Uhr geöffnet. Gruppenführungen und Vorträge finden nach Vereinbarung statt. Klaus Meyer freut sich sehr über historisches Fotomaterial und Mitstreiter im Freundeskreis. Meyer ist unter der Telefonnummer (05725) 6952 und über die E-Mail-Adresse meyer.maschinenbau@t-online.de zu erreichen.

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