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Mit Blasmusik gegen Rassismus

Deutsche Evangelische Posaunentag Mit Blasmusik gegen Rassismus

Blank geputztes Blech schimmert im Licht der Straßenlaternen, Melodien klingen zwischen den Dresdener Elbufern.

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Posaunen statt Fußball: Der Abschlussgottesdienst im Dresdener Stadion gehört zu den Höhepunkten des Musikspektakels.

Quelle: pr.

Landkreis/Dresden. Hunderte Menschen stehen am Fluss und hören die Musik. Es ist Posaunentag in der sächsischen Landeshauptstadt. Höhepunkt ist das nächtliche Konzert mit 20000 Bläsern, darunter weit mehr als 50 Musiker aus Schaumburg.

Der Deutsche Evangelische Posaunentag findet bereits zum zweiten Mal statt und ist das bundesweit größte Treffen für Blechbläser. Die schaumburg-lippische Landeskirche wurde dabei nicht nur vom Posaunenchor Lauenhagen repräsentiert, sondern auch von Ensembles aus Bückeburg, Vehlen, Sachsenhagen, Hagenburg, Wendthagen-Sülbeck und Großenheidorn.

Trachtentänze aus Schaumburg begeistern

Auf dem Programm des dreitägigen Musikspektakels standen zusätzlich zur Serenade an der Elbe zahlreiche Konzerte in den Kirchen der Stadt und spontane Aufführungen an bekannten Plätzen wie vor der Semperoper. Außerdem hatten die unterschiedlichen Landeskirchen die Möglichkeit, sich mit einem individuellen Programm vorzustellen. Die Musiker aus Schaumburg wurden dafür von Trachtentänzern aus Lauenhagen und Bückeburg begleitet, gemeinsam führten sie Tänze vom „Heufahrer“ bis zum „Pollhäger“ auf. Eine Hommage an Wilhelm Busch hatte eine Abordnung aus Wiedensahl im Gepäck – inklusive einiger Szenen aus Max und Moritz.

Der große Abschlussgottesdienst mit Margot Käßmann gehörte ebenfalls zu den Höhepunkten des Posaunentages. Käßmann rief angesichts der in Dresden regelmäßig stattfindenden Pegida-Demonstrationen in ihrer Predigt zu Weltoffenheit und Toleranz auf. Posaunenchöre sollen die Mauern des Rassismus in Grund und Boden blasen, betonte die ehemalige EKD-Chefin.

Blasmusik im Fußballstadion

Etwas ganz Besonderes war der Gottesdienst auch wegen des außergewöhnlichen Ortes: das Stadion des Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden. Insgesamt mehr als 30000 Menschen füllten Ränge und Spielfeld. „Es ist ein besonderes Gefühl, hier zu spielen“, erklärte Andreas Kerkmann, Leiter des Posaunenchores Lauenhagen, und betonte: „Das Schönste an Veranstaltungen wie dem Posaunentag ist das Gemeinschaftsgefühl.“ Von Kira von der Brelie

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