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Diakonie besorgt über Fachkräftemangel

„Wir beginnen, es zu spüren“ Diakonie besorgt über Fachkräftemangel

Von Fachkräftemangel im sozialen Bereich hört man in der letzten Zeit immer häufiger. Auch die Diakonie Schaumburg-Lippe bemerkt mittlerweile die Folgen. „Wir beginnen langsam auch, es zu spüren", sagt Geschäftsführer Günter Hartung.

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LANDKREIS. "Kompetente Fachkräfte für ausgeschriebene Stellen zu finden, wird immer schwieriger." Zuletzt ist Hartung dies bei der Besetzung von Stellen in der Schuldner- und Sozialberatung aufgefallen.
Viele Bewerber seien zwar von ihrer Eignung überzeugt, entsprächen allerdings nicht den Vorstellungen der Arbeitgeber. Schon Anfang des Jahres habe sich das Besetzen von Stellen in der Drogenberatung als schwierig erwiesen, so Hartung. Damals hätten es nur zwei Bewerber überhaupt in die engere Auswahl geschafft. Momentan beschäftigt die Diakonie Schaumburg-Lippe insgesamt 23 Mitarbeiter. Zusammen mit den Mitgliedern des Verbandes sind es jedoch an die 800 Mitarbeiter.
Einen einzelnen Grund sieht Hartung dafür nicht. Zwar seien verhältnismäßig niedriges Gehalt und fordernde Arbeit ein Auslöser, besonders in der Pflege. Hinzu käme allerdings der demografische Wandel: „Die meisten Mitarbeiter kommen noch aus der geburtenreichen Generation der fünfziger Jahre. Die leisten nach wie vor fantastische Arbeit, werden aber in fünf bis zehn Jahren in den Ruhestand gehen“, sagt Hartung. „Momentan haben wir eine schwache Geburtenrate, dadurch sind einfach weniger Menschen vorhanden, um die entstandenen Leerstellen zu besetzen.“
Um dem entgegenzuwirken, stellt die Diakonie bei Berufsmessen der Hochschule Hannover aus und plant mit den Schülern soziale Projekte. Wichtigste Gegenmaßnahme ist laut Hartung zudem die Beschäftigung von Praktikanten und die Ausbildung des potenziellen Nachwuchses. Auch in Sachen Gehalt und vor allem Arbeitszufriedenheit wolle man sich von der Konkurrenz absetzen. So zahlt die Diakonie zum Beispiel im Gegensatz zu ähnlichen Verbänden Tariflöhne, wie Hartung betont. „Besonders wichtig sind meiner Meinung nach auch die Berufschancen junger Mütter. Wenn man ein Kind bekommt, will man schließlich auch Zeit damit verbringen“, betont Hartung.

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