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Diakonische Pflegedienste fusionieren

Zusammenschluss Diakonische Pflegedienste fusionieren

Der Diakonie-Pflegedienst der Kirchengemeinden Bückeburg und Sachsenhagen sowie die Diakoniestation der Kirchengemeinden Sülbeck und Meerbeck fusionieren. Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 entsteht dadurch der Diakonie-Pflegedienst Schaumburg in Form einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH).

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Dieter Weihmann (links) und Volker Preul sehen der Zukunft des neuen Diakonie-Pflegedienstes mit Zuversicht entgegen.

Quelle: ssr

Landkreis (ssr). Mit Ausnahme von Stadthagen deckt die neue Einrichtung mit ihren 140 Mitarbeitern das gesamte Gebiet der schaumburg-lippischen Landeskirche ab. Wie Landesbischof Karl-Hinrich Manzke während einer Pressekonferenz erläuterte, werde durch den Zusammenschluss die Zukunftsfähigkeit des diakonischen Pflegedienstes verbessert. Der Pflegemarkt sei „einer der am härtesten umkämpften“, fügte Volker Preul, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der gGmbH, hinzu: „Da können wir es uns im Wettbewerb mit anderen Anbietern nicht leisten, so zerbröselt wie bisher weiterzumachen, sondern da gilt es, sich ständig anzupassen.“
Es handele sich daher „um einen betriebswirtschaftlich geradezu notwendigen Schritt“, ergänzte der Pressesprecher der Landeskirche, Ulrich Hinz. Nicht zuletzt werde durch die Fusion für die Mitarbeiter Arbeitsplatzsicherheit geschaffen, unterstrich der Geschäftsführer der gGmbH, Dieter Weihmann. Sämtliche Mitarbeiter der beiden bisherigen Einrichtungen würden übernommen. Die Mitarbeitervertretung sei während des Prozesses zur Fusionierung einbezogen gewesen, bemerkte Manzke, und sie habe dem Zusammenschluss einmütig zugestimmt.
Unter anderem gehe es darum, durch die größere Organisationsform „die ganze Breite an Pflegeleistungen inklusive des Palliativbereichs anbieten zu können, was bislang so nicht möglich war“, führte Manzke weiter aus. Auch bei der Planung der Pflegetouren sowie bei der Vertretung im Krankheitsfall entstehe nun ein höherer Grad an Flexibilität. Durch die Zusammenführung zentraler Bereiche wie etwa der Verwaltung, könnten zudem Einsparungen erzielt werden. Nicht zuletzt sei im Blick, im Pflegebereich „ein starker Partner für das neue Gesamtklinikum Schaumburg zu sein“, wie der Bischof hinzufügte.
An der „segensreichen Ortsnähe“ der Sozialstationen und Pflegestützpunkte wird laut Manzke festgehalten. „Alle örtlichen Standorte inklusive der Pflegedienstleitungen und auch von Verwaltungskräften bleiben erhalten“, versicherte Weihmann: „Alles, was vor Ort bislang gut läuft, soll dort auch so weitergehen.“
Die Interessen der Kirchengemeinden werden in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat wahrgenommen. „Hier werden die örtlichen Interessen der selbstbewussten Kirchengemeinden eine starke Vertretung haben“, bemerkte Manzke.
„Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, in die größere Einheit zu gehen“, kommentierte die Meerbecker Pastorin Antje Stoffels-Gröhl. „Wir gehen mit Mut diesen neuen Schritt“, setzte Gisela Vogt vom Bückeburger Kirchenvorstand hinzu. Natürlich müssten in der größeren Organisation „die unterschiedlichen Mentalitäten erst zusammenwachsen“, merkte der Sachsenhäger Pastor Eckehard von Kleist an. Preul stimmte zu: „Da gibt es sicherlich noch die ein oder andere Hürde wegzuräumen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen werden“.

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