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Die Bienen waren fleißig

Landkreis / Gen-Honig-Urteil Die Bienen waren fleißig

Schaumburgs Honigbienen geht es gut. Das ist zumindest die Einschätzung des Kreisverbandes der Imker. Schaumburg sei von der aktuellen Debatte um Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen im Honig nicht betroffen, urteilte der Verbandsvorsitzende Klaus Koschnik, weil in der Region keine gentechnisch veränderten Pflanzen vorhanden seien.

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Die Schaumburger Honigbienen haben in diesem Jahr gute Arbeit geleistet.

Quelle: dpa

Landkreis (aw). Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hatte kürzlich entschieden, dass Honig, in dem Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen gefunden wurden, nicht mehr verkauft werden darf, sofern diese Pflanzen nicht für die Lebensmittelproduktion zugelassen wurden. Im konkreten Fall hatte Gen-Mais vom Typ MON 810 des US-Konzerns Monsanto in Bayern Honig verunreinigt. Betroffene Imker können nun von den Bauern eine Entschädigung verlangen.

Das Urteil bringt für die Imker somit Rechtssicherheit, allerdings befürchtet Koschnik, dass die großen Saatgutkonzerne versuchen werden, ihre Interessen dennoch durchzusetzen. Sollte es im Landkreis dazu kommen, dass auf Feldern entsprechende Pflanzen angebaut werden, hätten die Imker kaum eine Chance, auszuweichen, meint der Verbandsvorsitzende. „Die meisten haben ihre Völker am Haus.“ Werde hier beispielsweise Gen-Mais gepflanzt, müssten viele der Imker aufgeben und ihre Bienenvölker abschaffen.

Danach sieht es allerdings zurzeit nicht aus. Und auch sonst scheint es den Honigproduzenten, die nach Aussage Koschnicks derzeit ihre Freizeit genießen, „eigentlich ganz gut“ zu gehen. Es habe keine meldepflichtigen Erkrankungen gegeben, und die Behandlung gegen Milben sei weitgehend abgeschlossen. Lediglich einen Fall von Faulbrut habe es vor einem dreiviertel Jahr im Norden Schaumburgs gegeben.

Als „außerordentlich schwierig“ bezeichnete Koschnik indes die Situation beim Winterfutter, dem sogenannten Bienenzucker. Den bekommen die Honigbienen im Winter, wenn nichts mehr blüht, als „Gegenleistung“ für den Honig. Theoretisch können Imker hier auch handelsüblichen Haushaltszucker einsetzen, ideal ist allerdings eine flüssige Invertzuckerlösung, die von den Bienen leichter aufgenommen werden kann.

Die Schaumburger Imker haben für diesen Winter mehr als drei Tonnen Bienenzucker besorgt, allerdings zu einem sehr hohen Preis. Der rühre vermutlich daher, mutmaßt Koschnik, dass aus den Zuckerrüben auch Biosprit hergestellt werde. Aber: „Wir müssen irgendwoher den Zucker bekommen.“

Hinsichtlich der Bilanz des Jahres 2011 zeigte sich Koschnik erfreut. Nach einer guten Entwicklung im Frühjahr sei die Honigausbeute „recht zufriedenstellend“ gewesen. „Die Imker sind so ganz zufrieden.“

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