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Die Herrin der Zahlen

Auszeichnung Die Herrin der Zahlen

Die Faurecia-Managerin Annette Stieve ist Deutschlands „Managerin des Jahres“. Sie erhält den von der Mestemacher-Gruppe ausgelobten Mestemacher-Preis. Die Top-Managerin aus Stadthagen zählt zu den wichtigsten Frauen in der Automobilbranche und erhält die Auszeichnung als 15. Preisträgerin.

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Die Faurecia-Managerin Annette Stieve ist Deutschlands „Managerin des Jahres“.

Quelle: pr.

Landkreis. Der Gleichstellungspreis zielt seit 2002 darauf ab, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Frauen als Geschäftsführerinnen und Vorstandsmitglieder genauso erfolgreich Unternehmen führen wie Männer.

„Die Preisträgerin Stieve feiert 2016 bei ihrem Arbeitgeber Faurecia Automotive ihr 20. Dienstjubiläum. Stieve erhält die Auszeichnung für ihre herausragenden Leistungen als Geschäftsführerin des weltweit führenden Automobilzulieferers Faurecia und für ihr weitsichtiges Tun zur Entwicklung von Frauen in Führungspositionen“, sagt Mestemacher-Chefin Ulrike Detmers. Ihre Unternehmensgruppe mit Sitz in Gütersloh zählt als Spezialist für Brot und Backwaren zu den Großen in der Backbranche. Die Aerzener Brot und Kuchen GmbH gehört seit 2002 zur Mestemacher-Gruppe.

5000 Euro Preisgeld für soziale Zwecke

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sagte zu dem Preis für Stieve: „Gleiche Chancen für Männer und Frauen tragen zum gesellschaftlichen Fortschritt und zum unternehmerischen Erfolg bei.“ Die Auszeichnung umfasst die Silberstatue Oeconomia, 5000 Euro Preisgeld für soziale Zwecke sowie einen glamourösen Festakt im Grandhotel Adlon Kempinski in Berlin. Bei der Preisübergabe würdigte Ulrike Detmers die Preisträgerin mit den Worten: „Annette Stieve hat mit ihren unternehmerischen Leistungen großen Anteil am Erfolg der Faurecia Automotive Group, die Autositze, Technologien zur Emissionskontrolle und Innenraumsysteme produziert. Sie ist ein mustergültiges Beispiel für Frauenpower in der Automobilwirtschaft.“ Vor mehr als 300 geladenen Gästen übergab Detmers die Trophäe.

Stieve agiert als gebürtige Gütersloherin seit 1996 als Geschäftsführerin der Faurecia Automotive GmbH in Stadthagen sowie als Chief Financial Officer in der Region Nord- und Osteuropa. Das Unternehmen ist Teil des weltweit führenden Automobilzulieferers Faurecia, der in den Bereichen Autositze, Technologien zur Emissionskontrolle und Innenraumsysteme aktiv ist. Die Faurecia Gruppe erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 20,7 Milliarden Euro. Faurecia beschäftigt 103000 Mitarbeiter in 34 Ländern an 330 Standorten, davon in 30 Forschungs- und Entwicklungszentren.

Verantwortung für die Länder Ungarn und Türkei

Stieve begann 1996 als Abteilungsleiterin des Finanz- und Rechnungswesens bei Faurecia. Im Laufe der Jahre wurde ihr immer mehr Verantwortung übergeben. 2003 wurde sie Geschäftsführerin der Faurecia Automotive GmbH sowie der Tochtergesellschaft Faurecia Autositze GmbH. In diesen Funktionen berichtet sie direkt an den Aufsichtsrat. 2005 wurde Stieve zum Country Chief Financial Officer für die Länder Deutschland und die Niederlande ernannt. 2013 folgte die Bestellung zum Chief Financial Officer North-East Europe, mit zusätzlicher Verantwortung für die Länder Ungarn und Türkei im darauffolgenden Jahr. „Ich denke, ich hatte das große Glück, hier mit 31 Jahren auf zwei Vorgesetzte zu treffen, die mich haben machen lassen, die mir den Rücken gestärkt haben“, hebt die Managerin hervor.

Die diplomierte Kauffrau, die Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften studiert hat, nutzt den Gestaltungsspielraum und liefert Ergebnisse, mit denen ihre Förderer offenbar zufrieden sind. Bilanzen, Finanzen, Steuern und Controlling liegen ihr, und mit der Kombination dieser Teilbereiche bekommt sie Einblicke in das Herzstück von Unternehmen. Die Begeisterung für diese Teilbereiche der Unternehmensführung entwickelte sich bei Stieve bereits während ihres BWL-Studiums und ihren anschließenden beruflichen Tätigkeiten bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatergesellschaft Arthur Andersen & Co. GmbH in Hannover.

Wie ein Stehaufmännchen

Zu ihren wichtigsten Lebenserfahrungen zählt die „Managerin des Jahres“ den frühen Verlust ihres Vaters. „Ich wollte auf eigenen Füßen stehen und von dem, was ich verdiene, unabhängig leben können“, äußert sie. Stieve lässt sich nicht durch Niederlagen oder Misserfolge entmutigen. Ihren eigenen Worten zufolge versucht sie diese wie ein Stehaufmännchen zu überwinden und nach vorn zu blicken. „Ich sehe das Glas immer erst als halb voll an“, bringt sie ihren Optimismus auf den Punkt.

Für sie ist es Inspiration, wenn jemand eine positive Einstellung zum Leben hat, wenn die Person begeisterungsfähig ist und Innovatives vordenkt und in die Tat umsetzt. Die „Automobilwoche“ veröffentlichte ihr Porträt im August 2016 unter den 50 Top-Frauen der deutschen Automobilindustrie. In einer Branche, die wie (fast) keine andere von Männern dominiert wird, sind diese Titel ein absoluter Ritterschlag. Die Herrin der Zahlen bei Faurecia ist im Verlauf ihrer Karriere als Geschäftsführerin dort durch dick und dünn gegangen.

Am Ende hat sie bei Faurecia ein stabiles Business geformt. Über Eigenschaften, die im Top-Management gefragt sind, verfügt sie. Stieve ist flexibel und findet neue Lösungen für neue Herausforderungen. Dank ihrer sozialen Intelligenz nimmt sie die Menschen mit. Interkulturelle Kompetenz hilft ihr, mit Fach- und Führungskräften aus aller Welt zusammenzuarbeiten, Dinge hinterfragt sie kritisch.

Sie bringt Frauen in Unternehmen voran

Mit ihren Fähigkeiten, über die eigenen Fachgrenzen hinaus zu denken und zu handeln, hat sie Gleichberechtigung und Vielfalt bei Faurecia gefördert. „Eine ausgewogene Work-Life-Balance sorgt für gute Leistung – im Job und zu Hause“, dessen ist sich Stieve sicher. Sie selbst bringt Frauen im Unternehmen voran. Die Ergebnisse lassen sich an Produktions- und Werksleiterinnen ablesen. Dafür wurde ihr 2016 bereits der „Silver Stevie Award“ verliehen. Die Juroren dieses Wirtschaftspreises loben Stieves Engagement für eine vielfältige Organisationskultur und ihren maßgeblichen Anteil am Unternehmenserfolg. fe

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