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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Rinteln/Landkreis Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Eisenbahnstrecke Rinteln-Stadthagen gehörte 2015 nicht zu den Auserwählten, die mit Landesunterstützung für den Personenverkehr wiederbelebt werden sollen. Doch Bückebergbahn-Geschäftsführer Thomas Stübke gibt die Hoffnung auf den Erhalt der Strecke nicht auf.

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Rinteln/Landkreis. „Wir landeten nur auf Platz sechs, haben seither auch keine andere Nachricht erhalten“, sagt Bückebergbahn-Geschäftsführer Thomas Stübke jetzt auf Anfrage. „Unsere Kostenkalkulation sollte immerhin überprüft werden. Wir arbeiten aber weiter an der Verfolgung unseres Ziels, reden mit den politischen Gremien und versuchen, die Strecke offenzuhalten – im Zuge unseres Pachtvertrags mit der Rinteln-Stadthagener Verkehrsgesellschaft (RStV).“

Doch Stübke gibt die Hoffnung nicht auf und nennt mehrere Gründe dafür. „Wir arbeiten derzeit sogar profitabel“, sagt er. „In Stadthagen haben wir auf vier Kilometer Strecke zwischen Bahnhof und Georgschacht viele Fahrten der Firma Ahrens Transport und Handel GmbH für deren Schotteraufbereitung, unserem derzeit größten Kunden. Außerdem lassen wir ständig 80 bis 90 Kesselwagen kostenpflichtig auf unseren Gleisen in Rinteln, Obernkirchen, Bad Eilsen und Nienstädt stehen. Wir machen so Gewinn.“

Dagegen stehen die Pachtkosten und das Bezahlen von drei Mitarbeitern für die Pflege des Schienenstrangs sowie die Aufwandsentschädigungen für die beiden ehrenamtlichen Geschäftsführer Thomas Stübke und Carsten Reinhardt. Außerdem muss an die Rhein-Sieg-Eisenbahn als Infrastrukturunternehmer für Dienstleistungen und Sicherheitsmanagement Geld gezahlt werden.

Ob die Strecke für den Personennahverkehr eine Zukunft hat, hängt laut Stübke von den Entscheidungen vor Ort ab, nachdem das Land keinen Zuschlag erteilt hat. „Der Bedarf muss vor Ort geklärt und erklärt werden, die Richtung müsste wenigstens da sein. Dann könnte man auch Fördermittel beantragen, doch aus der Politik bekommen wir keine entsprechenden Signale“, sagt Stübke. „Die Bückebergbahn, der Förderverein Eisenbahn Rinteln-Stadthagen und der Verein Dampfeisenbahn Weserbergland kämpfen da im Moment allein.“

Von der Politik erhofft sich Stübke aber ein Umdenken, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, und das tun sie in seinen Augen: „Als entscheidende Kriterien wurden uns die sinkende Einwohnerzahl und die unsichere Arbeitsplatzentwicklung genannt. Zumindest der demografische Wandel dreht sich doch gerade durch die vielen Flüchtlinge. Was mit den Arbeitsplätzen wird, muss man sehen.“

Nicht nur die Pflege des unmittelbaren Gleisumfelds gehört für die Bückebergbahn GmbH zu den jährlichen Aufgaben. „Wir haben gerade Förderanträge an die Deutsche Bahn gestellt, um unsere vorhandenen Gleise in Rinteln und deren Anbindung an die DB-Gleise zu sanieren. 50.000 Euro dürfte das kosten. Außerdem muss die Bahnbrücke über den Höheweg in Obernkirchen dringend saniert werden, dafür gibt es noch keine Kostenschätzung. All dies ist von der Diskussion über den Ausbau der Güterverkehrstrasse Weserbergland unabhängig.“ dil

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