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Die Nacht der vielen Blitze

Unruhige Stunden Die Nacht der vielen Blitze

Das starke Gewitter in der Nacht zum Freitag hat nicht nur viele Schaumburger aus den Betten gerissen, sondern auch zahlreiche Schäden verursacht. Gesprächsthema Nummer eins in Stadthagen war in diesem Zusammenhang das nächtliche Glockengeläut der St.-Martini-Kirche. Die SN geben einen Überblick.

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Landkreis (js,vin). +++ Zusätzlich zu dem lautstarken Donnergrollen haben sich gegen 3 Uhr in der Nacht auch noch die Kirchenglocken gesellt. Nach Angaben von Küster Emil Schwab dauerte das Spektakel etwa fünf Minuten. Offenbar wurde die Wetterfahne der St.-Martini-Kirche von einem Blitz getroffen. Durch die folgende Überspannung wurden Impulse in die Glockenanlage weitergegeben, die die gesamte Vorrichtung in Gang brachten. Die Spannung des Blitzes schien aber relativ gering zu sein, da die einwandfrei funktionierende Blitzschutzanlage, die nach Angaben von Schwab erfahrungsgemäß sehr sensibel bei Unwettern reagiert, keine Warnmeldung von sich gegeben hat. Irgendwelche Schäden oder gar einen Brand hatte der Blitzeinschlag glücklicherweise nicht zur Folge.
 +++ Glück hatte auch ein Autofahrer in Wiedensahl der gegen 4.50 Uhr auf der Hauptstraße in Richtung Windheim unterwegs war. Plötzlich stürzte ein Baum vor ihm um. Da da Unheil so schnell kam, konnte der Mann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Baum fiel auf die Windschutzscheibe. Das Fahrzeug wurde dabei beschädigt, der Fahrer blieb aber unverletzt. Die alarmierte Polizei nahm den Unfall auf. Im Anschluss beseitigten Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Wiedensahl den Baum. 

Telefon und Internet fallen aus

In weiten Bereichen des Ortsnetzes von Obernkirchen sind gestern nach dem schweren Gewitter Telefon und Internet ausgefallen. Nach SN-Informationen waren mehrere Hundert Haushalte betroffen, darunter viele in der Samtgemeinde Nienstädt. Während die Telefonanlagen nach einigen Stunden wieder am Netz waren, blieb das Internet bis zum Abend vielfach gestört. Gegenüber einer Einwohnerin in Seggebruch sprach ein Mitarbeiter der Telekom allein hier von über 500 lahmgelegten Haushalten.
 Anders die offizielle Darstellung des Unternehmens: Zwar habe es am Vormittag wegen eines defekten Bauteils drei Stunden Telefonstörungen gegeben. „Das Internet war nicht betroffen“, teilte die Pressestelle des Konzerns am Nachmittag auf SN-Anfrage mit – zu einem Zeitpunkt, zu dem nachweislich das Internet in dem betroffenen Bereich noch ausgefallen war.
 Auch in Rodenberg ist es zu Störungen der Telefonanlage gekommen, wie Leser mitteilten. Zu den dortigen Problemen äußerte sich das Unternehmen nicht. bab

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