Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Die Politik wachrütteln

Dehoga Schaumburg Die Politik wachrütteln

Steigende Gebühren, zu hohe Steuern und die Gema: Es gibt viele Faktoren, die bei den Mitgliedern des Kreisverbands Schaumburg beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) bei der jüngsten Versammlung für Stirnrunzeln gesorgt haben.

Voriger Artikel
Mehr Schaumburger suchen einen Job
Nächster Artikel
Kreisverband für Dauer der Ermittlungen raus

Karl-Wilhelm Stramer (von links), Joachim Paulig, Rolf Parno und Klaus Pittack werden für langjährige Mitgliedschaft geehrt.  
     

Quelle: göt

BAD NENNDORF. „Das Jahr war krass“, blickte Klaus Pittack, Vorsitzender des Kreisverbandes, auf 2017 zurück. Im ländlichen Schaumburger Raum mussten ihm zufolge viele Hoteliers und Gastronomen aufgeben.

Als Problem stellte Pittack die zunehmende Konkurrenz der Gastronomie beispielsweise durch Dorffeste, Fast-Food-Ketten oder Lieferdienste heraus. Großes Thema darüber hinaus ist der Wunsch der Dehoga nach einer steuerlichen Gleichbehandlung der Gastronomie mit Lebensmitteleinzelhandel und Lebensmittelhandwerk.

„Vielen Leuten ist oft nicht bewusst, dass wir mehr Steuern zahlen und deshalb höhere Preise verlangen müssen“, erklärte Pittack. Die Gastronomen können ihm zufolge beispielsweise mit den Mittagstischangeboten von Bäckereien oder Fleischereien nicht mithalten – denn diese zahlen nur sieben Prozent Steuern. „Wir müssen die Politik mal ein bisschen wachrütteln, dass wir auch noch da sind“, meinte Pittack.

Wenig wohlwollend blickten die Mitglieder auch auf einige lokale Entwicklungen. So ist der Dehoga „dagegen angegangen“, wie Pittack berichtete, dass der Landkreis Schaumburg Gebühren für wiederkehrende Prüfungen erhebt, die sich nach dem Umsatz des Betriebes richten.

Mit Kopfschütteln nahmen die Anwesenden außerdem zur Kenntnis, dass die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) Fremdfirmen mit der Prüfung von Betrieben beauftragt. Pittack riet, diesen Prüfern „die Tür zu zeigen“. „In meinen Augen ist die Mafia ein Waisenknabe dagegen“, zeigte sich der Vorsitzende erbost.

Der Kreisverband hat aktuell 97 Mitglieder und hat sich für die Zukunft auf die Fahne geschrieben, die Attraktivität weiter zu erhöhen. Für die Veranstaltungen, die im Rahmen der Azubikampagne im vergangenen Jahr gelaufen sind, bedankte sich Pittack vor allem bei Ralph Kerkamm. Die Nachwuchsgewinnung soll auch 2018 im Fokus stehen. „Wir brauchen Aktionen der verschiedensten Art, um junge Leute von der Gastronomie zu überzeugen“, sagte Kerkamm.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Rolf Parno, Joachim Paulig und Klaus Pittack geehrt. Seit 20 Jahren dabei ist Karl-Wilhelm Stramer.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg