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Die Post streikt – was tun?

Schaumburg Die Post streikt – was tun?

Die Post streikt. In manchen Haushalten kommen gar keine Briefe an, in anderen trudeln sie nur sporadisch in die Briefkästen. Pakete und Päckchen kommen meist auch erst mit einer gewissen Verspätung an. Was also tun, wenn die Post streikt, man aber dringend auf die Auslieferung angewiesen ist?

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Briefe kommen in diesen Tagen mit etwa zwei Tagen Verspätung an.

Quelle: Dana

Landkreis. Kommt überhaupt noch Post an?
Ja, Briefe und Pakete werden weiterhin zugestellt, oft allerdings mit einer zeitlichen Verzögerung von etwa ein bis zwei Tagen. Die Post will die Zustellung mit Aushilfskräften und Mitarbeitern, die nicht streiken dürfen, garantieren. Verdi teilt der Deutschen Post AG im Vorfeld nicht mit, wann und wo es zu Streiks kommen wird.
Kommen auch Express-Sendungen später an?
Nein, diese besondere Leistung der Post ist vom aktuellen Streik nicht betroffen.
Ist Schaumburg vom Streik betroffen?
Ja. Fragt man auf der Internetseite der Post die Postleitzahl 31737 für Rinteln ab, erfolgt folgende Antwort: „Es sind Hinweise auf Beeinträchtigungen am Empfangsort bekannt, sodass es vermutlich zu Verzögerungen bei der Auslieferung Ihrer Sendung kommen wird. Allerdings kann es sein, dass Ihre Sendung bereits bei der Einlieferung/beim Versand durch Streikmaßnahmen verzögert bearbeitet wurde.“ Dieselben Antworten gibt es auch für Stadthagen, Bad Nenndorf, Helpsen und viele andere Kommunen im Landkreis.
Was ist, wenn man eine Rechnung zu spät bezahlt, weil sie durch den Streik zu spät angekommen ist?
Die Post verweist hier auf den allgemeinen Zugang einer Sendung. „Prinzipiell ist es so, dass man eine Rechnung erst mal erhalten haben muss, um sie bezahlen zu müssen.“ Die Zahlungsfrist setze erst dann ein, wenn der Kunde die Rechnung auch erhalten habe. „Derjenige, der die Rechnung stellt, muss also dafür sorgen, dass die Rechnung auch ankommt“, so die Post. Dass eine Rechnung zu spät bezahlt wird, weil diese verspätet ankommt, kann passieren, ist aber nicht die Schuld des Empfängers. Das gilt auch, wenn zum Beispiel Lebensmittellieferungen durch den verlängerten Postweg verderben. Die Post ist von der Haftung ausgeschlossen – Schadenersatz kann kein Kunde einfordern.
Muss man dann anfallende Mahngebühren zahlen?
Nein, Mahngebühren muss man als Privatperson nicht zahlen, wenn die Zahlungsverzögerung auf den Streik zurückzuführen ist. „Der Versender der Mahnung kann höchstens die Post in Anspruch nehmen“, heißt es in einer Erklärung. Allerdings hat die Post das Haftungsrisiko in ihren Geschäftsbedingungen ausgeschlossen. Ohnehin gilt Streik als „höhere Gewalt“.
Das Geburtstagsgeschenk ist online bestellt, die Lieferung am nächsten Tag ist angeblich garantiert. Klappt das?
In diesem Fall ist der Händler und nicht die Post der Vertragspartner. „Wie und mit welchem Paketdienst er die rechtzeitige Lieferung sicherstellt, ist seine Sache“, sagt die Post. Die meisten Versandhändler sichern sich in ihren Geschäftsbedingungen gegen Verzögerungen durch Streiks ohnehin ab. Ist man auf die Sendung angewiesen, sollte man sich im Vorfeld informieren, ob die rechtzeitige Zustellung klappt.
Was kann man tun, damit ein Brief doch noch rechtzeitig ankommt?
Zum Beispiel bei Bewerbungen ist man auf eine rechtzeitige Auslieferung und Ankunft angewiesen. Hier kann man auf streikfreie Alternativen ausweichen. Zum Beispiel auf die Citipost, DHL, DPD oder Hermes. Zur Sicherheit sollte man fragen, ob der Brief rechtzeitig rausgehen wird.
Wie lange dauert der Streik noch?
Das ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Aktuell sind die Streiks bei der Post sogar ausgeweitet worden. Nach den Briefverteilzentren sind inzwischen auch Briefträger und Paketboten in die Streikmaßnahmen eingebunden worden. Laut Verdi befinden sich nunmehr 19 500 Tarifkräfte der Deutschen Post AG im unbefristeten Arbeitskampf.
Warum streiken die Mitarbeiter der Deutschen Post überhaupt?
Insgesamt sind von dem Tarifkonflikt rund 140 000 Beschäftigte der Deutschen Post betroffen. Gewerkschaft und Arbeitgeber streiten sich um deren Bezahlung und Arbeitszeit. Konkret geht es um den Aufbau von 49 regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung. Die dort beschäftigten Paketboten werden nicht nach dem Haustarif der Post bezahlt.
Gibt es eine besondere Kontaktadresse der Post wegen des Streiks?
Über die Tarifverhandlungen und den Streik kann man sich unter der Kundenhotline (0 228) 76 36 76 50 melden. sak/pk

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