Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
„Die Vergütung ist schlechter“

Landkreis reagiert zurückhaltend „Die Vergütung ist schlechter“

Auf die Vorwürfe der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund  reagiert der Landkreis Schaumburg zurückhaltend, die Krankenhausprojektgesellschaft zunächst gar nicht. Grund der Kritik ist der kirchliche Tarifvertrag, in den die Ärzte mit Übergang ins Vehlener Gesamtklinikum wechseln.

Voriger Artikel
Mit „schmutzigen Tricks“
Nächster Artikel
Anonyme Anzeige gegen den Landkreis
Quelle: pr.

Landkreis. Mit dem Übergang in diesen Vertrag würden die Ärzte der kommunalen Krankenhäuser in Rinteln und Stadthagen laut Marbuger Bund schlechter gestellt.Kreissprecher Klaus Heimann verweist auf SN-Anfrage darauf, der Projektgesellschaft nicht vorgreifen zu wollen. Die wiederum äußert sich aktuell noch nicht, zeigt sich bereit für eine Stellungnahme erst in der kommenden Woche.

„Wir verfolgen natürlich intensiv, was sich in den Gesprächen tut“, sagt Heimann. In solchen befindet sich seines Wissens nach die Projektgesellschaft mit dem Marburger Bund, zudem soll mit den betroffenen Ärzten verhandelt werden. „Es ist eben ein bisschen langwieriger, wenn zwei Gewerkschaften beteiligt sind“, sagt Heimann.

Unterschiede beim Streikrecht

Konkret geht es um den in Bückeburg geltenden Tarifvertrag DN (Diakonie Niedersachsen) – ausgehandelt von Verdi und Diakonie – und den sogenannten TV VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände), auf den sich Marburger Bund und Kommunen geeinigt haben. Unterschiede bestehen zum Beispiel beim Streikrecht.

Dieses ist bereits zuvor Thema gewesen, denn auch Schaumburger Krankenschwestern und -pflegern hatte eine tarifliche Verschlechterung ins Haus gestanden. In diesem Fall hatten Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich schließlich auf einen Kompromiss geeinigt.

Im VKA ist das Streikrecht laut Marburger Bund sicher. Das kirchliche Arbeitsrecht sieht ein solches nicht vor. Auch finanziell offenbart ein Blick in die Tarifverträge Unterschiede. Für Marburger-Bund-Sprecherin Stephanie Walter steht fest: „Die Vergütung im TV DN ist schlechter.“

Beispiel: Ein Arzt am Beginn seines Berufslebens verdient im Diakonie-Tarif derzeit 3782,13 Euro, im kommunalen VKA 4189,71 Euro. Auch die Deckelung ist nicht dieselbe. Ein Facharzt erhält im TV DN maximal 6145,55 Euro, im VKA dagegen 7101,58 Euro.

Der Bückeburger Vertrag beinhaltet eine Jahressonderzahlung, die aber laut Walter nicht garantiert sei, im Extremfall also auch einfach wegfallen könne. Zudem gleiche sie den Unterschied zum kommunalen Tarif nicht in voller Höhe aus.  jcp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg