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Die Weser leidet

Trockenheit: Wasserpegel sinkt Die Weser leidet

Die Sommerhitze und vor allem der ausbleibende Regen sorgen für sinkende Wasserpegel in Deutschlands Flüssen. Der zu trockene Sommer lässt auch die Weser leiden: Der Pegel sinkt tendenziell, mehr und mehr frei liegende Steinreihen am Ufer offenbaren zwischen Bodenwerder und Rinteln das Dilemma.

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Es müsste mehr und vor allem flächendeckender regnen: Der Pegel der Weser sinkt, viele Ufersteine sind bereits trockengefallen.

Quelle: Dana

Landkreis (tt). Wenn der Regen weiterhin ausbleibt, bekommt die Schifffahrt in Kürze Probleme. Wasserbaumeister Ralph Schwekendiek von der Hamelner Außenstelle vom Wasser- und Schifffahrtsamt Hannoversch Münden sagt: „Es fehlen die flächendeckenden Niederschläge. Ein örtliches Gewitter bringt der Weser nichts. Da schon der Mai sehr trocken war, musste die Edertalsperre bereits früh in diesem Jahr Wasser abgeben, um den Pegel zu stützen.“
 Der nordhessische Edersee verliert derzeit täglich fast zwei Millionen Kubikmeter Wasser. Mit dem Wasser, das die Talsperre abgibt, wird der Pegel auf der Weser für die Schifffahrt konstant gehalten. Aber: Die Weserzuflüsse Fulda und Werra führen laut Wasserschifffahrtsamt seit Wochen auffallend wenig Wasser. Das kann auch die Edertalsperre kaum noch ausgleichen: Denn auch dort ist der Wasserspiegel bereits derart niedrig, dass sogar die einst untergegangenen Dörfer am Grund des Sees wieder auftauchen – ein höchst seltenes Schauspiel.
 Der Edersee hat also auch nur noch wenig Wasser, eine mögliche Folge: Ohne größere Niederschläge könnten in anderthalb Wochen viele Schiffe auf der Weser nicht mehr fahren, sagt Odo Sigges vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Hannoversch Münden. Der Geschäftsführer von der „Flotte Weser“ in Hameln, Jörg Menze, ist etwas entspannter: „Bis Ende August sehe ich überhaupt kein Problem, die nächsten 14 Tage haben wir noch normal Wasser.“ Und selbst wenn der Pegel weiter sinke, könne die „Flotte Weser“ mit ihren zwei Flachgängerschiffen auch bei niedrigem Wasserstand weiterfahren.
 In Hameln liegt der Pegel aktuell bei nur rund einem Meter. Schwekendiek vom Wasser- und Schifffahrtsamt: „Bei 75 bis 80 Zentimeter Wassertiefe bekommen die Schiffseigner Bauchschmerzen.“ Mit mehr sei aber nicht zu rechnen, wenn die Edertalsperre nur noch die Mindestmenge von sechs Kubikmeter pro Sekunde abgibt.
 Das schätzt auch Wilhelm Winter so ein. Der 83-Jährige war 54 Jahre lang Fährmann der Poller Gierseilfähre, die jetzt sein Sohn Friedrich-Wilhelm in fünfter Generation über die Weser setzt. Die Weser habe in Polle derzeit einen Pegel von 1,30 Metern und damit genug Wasser unterm Kiel. Sollte es allerdings weiterhin nicht regnen, könnte man in drei Wochen einen Pegelstand erreichen wie zuletzt mehrmals in den neunziger Jahren. Damals sei die Weser auf 85 Zentimeter gefallen. 

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