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Aus dem Landkreis Die Zeit der Riesen ist vorbei
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Die Zeit der Riesen ist vorbei
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00:28 24.12.2014
Schlauchturm in Volksen. Er wird noch genutzt, um Übungsschläuche zu trocknen. Quelle: pr.
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Rinteln

Das war gestern. Heute werden Feuerwehrschläuche in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stadthagen gewaschen, getrocknet und geprüft – und in manchen Schlauchtürmen wie beispielsweise in Volksen allenfalls noch Übungsschläuche aufgehängt.

 Ansonsten stellt man in den Türmen Gerät ab, für das woanders kein Platz ist. Kuriosität am Rand: Wer dann den Turm betritt, um einen Eimer oder ein Seil zu holen, müsste nach den Vorschriften des Feuerwehrunfallverbandes einen Helm aufsetzen. Was wohl kaum einer tut. Schlauchtürme sind heute eigentlich nicht mehr als 13 Meter hohe umbaute Luft.

 Schläuche müssen Druck aushalten

 Dass Schlauchtürme nicht mehr gebraucht werden, bestätigt Rintelns Ortsbrandmeister Friedel Garbe. Denn auch die Rintelner Wehren bringen ihre Schläuche nach Stadthagen. Das ist schon deshalb Standard, weil es mit dem Trocknen allein nicht mehr getan ist. Genauso wichtig ist die Dichtigkeitsprüfung, denn Schläuche müssen heute, schildert Garbe, durch die modernen Pumpen einen ganz anderen Druck aushalten als früher.

 In den Türmen wurden die klatschnassen Schläuche per Hand aufgehängt und hoch gekurbelt, damit das Wasser aus den Kupplungsenden auslaufen konnte. So sind die Schläuche, wenn sie wieder zusammengerollt worden sind, garantiert schimmelfrei geblieben. Verhakte sich was beim Aufhängen, konnte man eine Leiter hoch steigen und die Schläuche entwirren.

 Ein Pionier der modernen Schlauchpflege, die die Türme überflüssig gemacht hat, kommt aus dem Auetal: Karl Hafenrichter hat die Anlagen entwickelt, bei denen – vereinfacht gesagt – ein Schlauch automatisch eingezogen, gewaschen, getrocknet, geprüft und aufgewickelt wird.

 Wobei es die Berufsfeuerwehren waren, die sich am schnellsten von dem neuen System haben überzeugen und begeistern lassen. Inzwischen kennt man Hafenrichter in der ganz großen Feuerwehrwelt. Und die Technik wird immer weiter entwickelt.

 Türme die überflüssig sind, kosten trotzdem Geld, wenn eine Reparatur ansteht oder wenn man sie abreißen will. Letztlich eine Frage der Kalkulation. Die Türme, sagt Diplom-Ingenieur Horst Kohlmeier von der GVS, die die städtischen Gebäude verwaltet, stammen zwar aus den fünfziger- und sechziger Jahren, sind aber meist stabil aus Klinker gebaut. Die stehen also noch ziemlich solide in der Landschaft.

 Die einzige Schwachstelle sei meist das Dach – wie beim Möllenbecker Feuerwehrturm. Dort hat der Feuerwehrausschuss der Stadt deshalb bereits eine Entscheidung getroffen und votierte für den Abriss des Feuerwehrturms und den Neubau einer Garage, wie es auch die GVS in einem Modell vorgeschlagen hatte.

 Bleibt die Frage: Lassen sich Türme sinnvoll weiter nutzen, beispielsweise als Übungstürme zum Klettern, für Abseilübungen? Garbe hält wenig von solchen Ideen und das aus verschiedenen Gründen wie beispielsweise die Frage nach der Sicherheit.

 Sirenen stehen auf vielen Türmen

 Und dann gibt es noch einen anderen Aspekt. Auf vielen Türmen sind noch die Sirenen montiert, die einmal im Monat die Einwohner vom Mittagessen hochschrecken. Die Stadt Rinteln hat die Sirenen auf den Türmen belassen, weil damit die Feuerwehren alarmiert werden, wenn in einem Brandfall mehr Leute gebraucht werden, als über die Alarmschleifen der Funkmeldeempfänger zu erreichen sind.

 In den vergangenen Jahren hat es sogar eine Renaissance der Sirenentechnik gegeben, nachdem man festgestellt hat, dass man damit Anwohner schneller bei Großbränden auf einer Mülldeponie oder Schrottplatz alarmieren kann, wenn es angebracht ist, die Fenster zu schließen.

 Doch es gibt inzwischen noch einen anderen Grund, warum die Frage „Türme lassen oder abreißen?“ wieder aktuell geworden ist. Die modernen Fahrzeuge passen nicht mehr in die alten Feuerwehrgaragen, sie sind zu breit und hoch geworden.

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