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Die verkauften Kinderseelen

Landkreis / Musical Die verkauften Kinderseelen

Deutschlandpremiere in Bückeburg: Von Mitte August bis Ende September 2014 wird das Musical „Die schwarzen Brüder“ open air auf der 1200 Zuschauer fassenden Bühne auf Schloss Bückeburg präsentiert. Die Uraufführung in der Schweiz sahen allein 46 000 Menschen.

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Die Uraufführung des Musicals „Die schwarzen Brüder“ in der Schweiz haben 46 000 Zuschauer gesehen. Im nächsten Frühjahr wird das Musical auf Schloss Bückeburg präsentiert.  pr.

Landkreis. „Die schwarzen Brüder“ ist die Geschichte des zwölfjährigen Giorgio und seiner Freunde, die im 19. Jahrhundert in Mailand als lebende Kaminbesen eingesetzt wurden. Ihre mitleiderregende Schicksale beruhen auf wahren Begebenheiten. Aufgrund großer Armut mussten Tessiner Bauern Anfang des Jahrhunderts ihre Kinder verkaufen, die dann als Leibsklaven in die angrenzenden Länder kamen. Die besonders kleinen Jungen kamen nach Mailand, wo sie zum Reinigen der Kamine eingesetzt wurden – oftmals, während das Feuer unter ihnen noch brannte. Kamen sie nicht in den heißen Kaminen um, besiegelten in der Regel Hunger, Misshandlungen oder Krankheiten ihr Schicksal.

Das Musical basiert auf dem 1941 erschienenen Roman „Die schwarzen Brüder“ des Autorenehepaares Lisa Tetzner und Kurt Held. Während das Buch in der Schweiz fester Bestandteil der Jugendliteratur und weltweit eines der meistverkauften Jugendbücher ist, wurde Kurt Held in Deutschland vor allem durch seinen Roman „Die Rote Zora und ihre Bande“ und deren Verfilmungen bekannt.

Auch „Die schwarzen Brüder“ wurden verfilmt. 1984 gab es einen ARD-Mehrteiler und wenige Jahre später eine japanische Zeichentrickserie. „Enigma Film“ hat den Stoff unter anderem mit Moritz Bleibtreu, Richy Müller und Dominique Horwitz für das Kino verfilmt. Der von Oscar-Preisträger Xaver Koller inszenierte Familienfilm kommt im Frühjahr in die deutschen Kinos.

Produziert wird das Musical von „Reihe 7“, der Produktionsfirma von Moritz Sachs, den Meisten bekannt als Klaus Beimer in der ARD-Serie „Lindenstraße“. Patin der Inszenierung ist Marie Luise Marjan, die Mutter Beimer aus der „Lindenstraße“, die mit ihrer Stiftung bedürftige Kinder unterstützt.
Regie führt Mirco Vogelsang aus Bad Nenndorf. Die Kompositionen stammen von Georgij Modestov. Die Choreografien werden von Sabine Lindlar entwickelt und einstudiert. Die Uraufführung von 2007 in Schaffhausen hatten 46 000 begeisterte Zuschauer gesehen. Weitere Aufführungen gab es 2010 in Walenstadt, wo 43 000 Zuschauer das Stück sahen.  vin
u Der Vorverkauf für „Die schwarzen Brüder“ startet am heutigen Montag über www.eventim.de. Ab Donnerstag, 7. November, sind Tickets in der SN-Geschäftsstelle, Vornhäger Straße 44, erhältlich.

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