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Diebe haben es auf Werkzeug abgesehen

Ärgerlich und teuer Diebe haben es auf Werkzeug abgesehen

Der Firmenwagen ist aufgebrochen, teures Werkzeug und wertvolle Baumaschinen sind weg. Das ist für die betroffene Firma nicht nur ärgerlich, sondern auch mit teuren Folgekosten verbunden. In dieser Woche ist genau das gleiche mehreren Elektro- und Bauunternehmen in Schaumburg passiert.

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Unbekannte Diebe haben es in jüngster Zeit oft auf teures Werkzeug, deponiert in Firmenwagen, abgesehen.

Quelle: dpa

LANDKREIS. Diebe brachen durch die Seitentür der Autos ein und entwendeten die im Wagen untergebrachten Maschinen. Sich gegen die Diebstähle zu schützen, ist schwierig. „Wir hatten jetzt ein paar Jahre Ruhe“, berichtet Steffen Scholz, Inhaber von Klaus Scholz Elektrotechnik in Obernkirchen. Doch in dieser Woche war auch sein Unternehmen wieder betroffen. Er berichtet, dass die Firmenwagen in der Nacht eigentlich verschlossen auf dem Hof stehen. Das habe sich auch als erfolgreiche Maßnahme gegen Diebstähle herauskristallisiert. Ausnahmen gebe es jedoch insbesondere bei Bereitschaftsdiensten.

In Notfällen sollte es schnell gehen

In diesen Fällen sei es völlig utopisch, dass die Mitarbeiter die Werkzeuge und Maschinen aus dem Auto räumen und mit ins Haus nehmen. „Das können wir nicht verlangen und in Notfällen sollte es eben auch schnell gehen“, sagt Scholz.

Beim Aufbrechen des Firmenautos beschädigten die Diebe die Schiebetür so stark, dass sie nun ausgetauscht werden müsse. Es seien somit nicht nur die Kosten, die entstehen. Auch der Ausfall des Autos und die Zeit, die investiert werden muss, seien ärgerlich.

Derzeit lasse sich das Obernkirchener Unternehmen einen Kostenvoranschlag für Alarmanlagen an den Firmenwagen machen. Scholz jedoch ist von dem Nutzen nicht vollständig überzeugt: „Die Alarmanlage reagiert wahrscheinlich erst, wenn die Tür bereits offen ist.“ Der Schaden sei dann bereits entstanden und die Geräte ziemlich sicher trotzdem weg.

„Der Betrieb war an dem Tag lahmgelegt“

Das kann Gabriele Franke, Geschäftsführerin des Stadthäger Unternehmens Franke Sanitär- Heizungsbau, bestätigen. Auch sie hat schon leidliche Erfahrungen mit Diebstählen gemacht. Trotz Alarmanlagen waren vor einigen Jahren Werkzeuge aus einem Firmenwagen gestohlen worden. „Das war damals mehr als ärgerlich, denn der Betrieb war an dem Tag lahmgelegt.“

Die Diebe gehen ihrer Meinung nach sehr professionell vor, da sei eine Sicherung schwierig. Das bestätigt auch die Polizei in Stadthagen. Die Täter gingen sehr organisiert vor und würden das Diebesgut als Hehlerware schnell wieder loswerden. Die Diebstähle seien gerade für mittelständische Betriebe problematisch, so ein Polizeisprecher. Er hält den Trend für „beunruhigend“.

Ein sicherer Schutz gegen die Diebstähle sei, die Geräte immer aus dem Auto herauszunehmen. Doch sei das in der Praxis nicht immer machbar, sagt Franke. Die gestohlenen Werkzeuge hätten damals eine Seriennummer gehabt. Doch da das Diebesgut nie wieder aufgetaucht ist, habe die letztendlich auch nicht geholfen. Weitere Schaumburger Firmen erklärten auf Nachfrage, dass sie ihre Fahrzeuge stets in einem Hof oder einer Halle abstellen, um sie vor Einbrüchen zu schützen.  jemi

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