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EU-Millionen fließen erneut nach Schaumburg

Leader-Förderung EU-Millionen fließen erneut nach Schaumburg

Es wird reichlich Geld aus Brüssel fließen: Schaumburg ist mit allen Kommunen im EU-Förderprogramm „Leader“ vertreten. Die Regionen „Westliches Weserbergland“ (enthält Rinteln und Auetal) und „Schaumburger Land“ (umfasst das restliche Schaumburg) erhalten bis 2020 jeweils 2,4 Millionen Euro. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

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Quelle: jpw

Landkreis. „Das ist eine super Nachricht“, freut sich Landrat Jörg Farr. „Die erneute Aufnahme in das Leader-Programm ermöglicht es uns, weitere Projekte zur Entwicklung unserer Städte und Dörfer zu realisieren.“
Auch der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Becker zeigte sich erfreut über die Nachrichten aus der Staatskanzlei und dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium: „Wir können dank der Förderung jetzt starten und die Projekte mit Leben füllen.“
Für ihre Bewerbung haben mehr als 150 lokale Akteure ein regionales Entwicklungskonzept erstellt, das als Bewerbungsgrundlage diente. Das Leitbild des Schaumburger Landes für die aktuelle Leader-Periode trägt den Titel „Kulturregion der Zukunft“.
Förderfähig sind nach Angaben des Ersten Kreisrates Klaus Heimann Projekte, die den Zielen demographische Entwicklung/Daseinsvorsorge, Klima- und Umweltschutz, Baukultur und aktive Innenentwicklung, Kultur und Tourismus sowie Regionale Wirtschaftsentwicklung dienen.
Unter Innenentwicklung könne zum Beispiel ein Projekt fallen, das eine ortsbildprägende Bausubstanz umgestaltet und einer neuen Nutzung zuführt, so Heimann, der als weitere Beispiele für förderfähige Projekte eine Servicestelle Geothermie, eine Mobilitätszentrale oder den Ausbau der Schaumburger Themenrouten nennt.
Nach Angaben von Becker seien Projekte wie die Sanierung eines Dorfplatzes, die Einrichtung eines neuen Dorfladens durch Umnutzung einer Scheune, Restaurierungen und Umnutzung von historischen Gebäuden, der Bau eines Rastplatzes für Wasser-Wanderer oder auch Qualifizierungsangebote für bestimmte Berufe denkbar.
Entschieden sei aber noch nichts, betont Heimann. „Konkrete Projekte müssen jetzt erst durch die Handlungsträger erarbeitet werden.“ Die Entscheidung treffe die Lokale Aktionsgruppe (LAG), in der Vertreter des Landkreises, aller Schaumburger Kommunen sowie der Sozialpartner wie Vereine und Verbände vertreten sind. Derzeit bereite der Landkreis eine Ausschreibung vor, um ein Büro mit der Aufgabe des Regionalmanagements zu beauftragen.
„Das Regionalmanagement prüft die Ideen dahin gehend, ob sie zu den Entwicklungszielen passen und ob die Finanzierung gesichert ist“, erklärt Heimann. Neben den EU-Fördermitteln tragen auch der Landkreis und der jeweilige Projektpartner, zum Beispiel eine Kommune, zur Kofinanzierung bei. Heimann: „Das Regionalmanagement bereitet die Idee in Zusammenarbeit mit dem Landkreis bis zur Entscheidungsreife auf und leitet sie dann an die LAG weiter.“
Vorerst heißt es jedoch abwarten. Heimann: „Im Moment stellt sich für uns die Frage: Ab wann stehen die Fördergelder zur Verfügung? Da warten wir noch auf das Signal aus Brüssel.“ ber/ssr

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