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Edathy holt zum fünften Mal Direktmandat

Bundestagswahl Edathy holt zum fünften Mal Direktmandat

Es ist ein knapper Sieg gewesen: Sebastian Edathy (SPD) hat zum fünften Mal in Folge sein Direktmandat im Bundestagswahlkreis Nienburg II-Schaumburg verteidigt.

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Anspannung auf Seiten der SPD: Im Kreishaus in Stadthagen bleibt es bis zur Verkündung des Erststimmenergebnisses um 21.30 Uhr spannend.

Quelle: kcg/jcp

Stadthagen. Er vereinte 44,66 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Für Edathys CDU-Herausforderer Maik Beermann stimmten 41,59 Prozent der Wähler. Die Grünen-Kandidatin Katja Keul ist erneut über ihre Platzierung auf der Landesliste in den Bundestag eingezogen. Damit wird der hiesige Wahlkreis erneut von zwei Abgeordneten im Bundesparlament vertreten.

 Am Ende des spannenden Wahlabends hat Edathy seine Erleichterung über den Sieg nicht verbergen können. Sichtlich gerührt nahm der 44-Jährige die Glückwunsche von Landrat Jörg Farr nach der Verkündung des Erststimmenergebnisses im Kreishaus entgegen. Angesichts des schlechten Abschneidens der SPD auf Bundesebene gehe er mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus der Wahl. Es sei „auch in SPD-Hochburgen schwer, sich zu behaupten“, wenn die Partei im Bund derart hinter der CDU zurückliegt.

 Dass die Sozialdemokraten in Schaumburg nicht stärkste Kraft sind, er aber die meisten Erststimmen auf sich vereint, wertet Edathy als großen persönlichen Erfolg und „als Ausdruck der Zustimmung und des Vertrauens“ der Wähler. Seine Arbeit als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses habe einerseits dazu beigetragen, dass seine Bekanntheit gestiegen sei, zudem würden „die Leute in mir einen ansprechbaren, engagierten und couragierten Abgeordneten“ sehen.

 „Natürlich“, sagte CDU-Kandidat Maik Beermann: „Ich hätte mich gefreut, wenn es in der Direktwahl geklappt hätte.“ Um Enttäuschung zu spüren, lag sein Adrenalinspiegel am Wahlabend aber nach eigenen Angaben zu hoch. Einen Grund, den Kopf hängen zu lassen, gebe es auch nicht. „Wir haben eine tolle Aufholjagd hingelegt“, zeigte Beermann sich stolz. Der Abstand zum Gewinner Edathy war auf rund 4200 Erststimmen zusammengeschmolzen.

 Außerdem bleibe abzuwarten, ob es nicht der Landesliste sei Dank „trotzdem noch einen Schaumburger CDU-Abgeordneten in Berlin geben wird“. Und selbst wenn nicht, so Beermann: „Ich bin 31 Jahre alt. Wir bleiben am Ball.“ In einer Rede vor 150 Menschen in einem Gasthaus seines Heimatortes Steimbke bedankte Beermann sich für die Unterstützung im Wahlkampf.

 „Nichts zu beschönigen“ fand die aus Rinteln stammende Grünen-Bundestagsabgeordnete Katja Keul am Wahlergebnis. Keul: „Wir waren auf Gegenwind eingestellt, aber so einen Schlag haben wir nicht erwartet.“ Im Landkreis hätten die Grünen zwar prozentual weniger Stimmen verloren als auf Bundesebene, die Stimmung hebe das aber nicht.

 Nach feiern war Keul nicht zumute. „Morgen früh geht es mit dem ersten Zug zurück nach Berlin“, sagte die Abgeordnete. Dann gelte es, Fehler zu analysieren – und Abschied von Fraktionskollegen zu nehmen. Keul selbst zieht wieder in den Bundestag ein, weil sie auf der Landesliste ihrer Partei auf Platz eins steht. kcg/jcp

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