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Ehrenamt ja – aber bitte ohne Vertrag

Landkreis Ehrenamt ja – aber bitte ohne Vertrag

Immer mehr Senioren nutzen die Zeit des Rentenalters, um ehrenamtlich aktiv zu werden. Das FJS – das Freiwillige Jahr für Senioren – soll diesem Engagement mehr Verbindlichkeit verschaffen, sowohl für die Ehrenamtlichen als auch für die Institution, die die Hilfe in Anspruch nehmen.

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Landkreis (kle). Allzu gut wird das Projekt derzeit aber nicht angenommen, so die Erfahrungen des Seniorenservicebüros des Landkreises.

Das FJS wird in Schaumburg seit 2009 angeboten und richtet sich an Senioren ab 65 Jahren. Dazu gehört ein Vertrag, in dem sich die Teilnehmer dazu verpflichten, sich ein halbes Jahr acht Stunden in der Woche ehrenamtlich an einer bestimmten Stelle zu betätigen. „Was sie dann tun können, ist sehr vielfältig“, sagt Claudia Kuhlmann vom Fachdienst Altenhilfe des Sozialamts Schaumburg, „das reicht von Arbeit im Kindergarten über Hausaufgabenhilfe und Betreuung von Demenzkranken bis hin zu handwerklichen Begleitdiensten.“

Bereits jetzt gebe es einige Senioren, die sich in diesen Bereichen engagieren, bestätigt Annette Behning vom Seniorenservicebüro, das zum Fachdienst Altenhilfe gehört. „Vor 25 Jahren war die Lebensqualität eines 75-Jährigen eine ganz andere, einige sind heute in dem Alter noch topfit“, so Behning. Gleichzeitig gebe es auch mehr Angebote in diesem Bereich, „und die Mobilität ist heute auch eine ganz andere, viele der Älteren sind noch mit dem Auto unterwegs“. Entsprechend sei auch die Anzahl der ehrenamtlichen Senioren gestiegen.

Trotzdem erfreut sich das FJS keiner großen Beliebtheit. Nur zwei Schaumburger Senioren hätten sich bislang dazu verpflichtet. Der Hauptgrund sei, so Kuhlmann, dass viele sich einfach scheuten, einen Vertrag zu unterschreiben. Denn im Endeffekt sei der Unterschied für die Ehrenamtler, ob sie sich nun einfach so oder über das FJS einbrächten, kaum spürbar. „Der einzige Unterschied ist die Planungssicherheit.“ Diese sei vor allem für die betreffenden Institutionen wichtig, die dann sichergehen könnten, dass auch auch wirklich jemand komme – „wobei das ja bei allen anderen Ehrenamtlichen im Grunde auch nie ein Problem ist“. Gleichzeitig könne der Vertrag den Senioren verstärkt das Gefühl geben, gebraucht zu werden. „Andererseits haben viele einfach das Bedürfnis, ihre Freizeit flexibel zu gestalten“, diesen sei ein Vertrag dann doch zu bindend.

Wer sich für das FJS interessiert, kann sich beim Seniorenservicebüro melden, Telefon (05721) 703-722 und (05721) 703-713 sowie unter der Servicenummer (05721) 703-789.

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