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Ehrenamtliche an Grenze der Belastbarkeit

Heimann zur Flüchtlingssituation Ehrenamtliche an Grenze der Belastbarkeit

Sollte der Zustrom an Flüchtlingen weiter anhalten, könnte es durchaus sein, dass die Hilfsorganisationen an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen. Diese Befürchtung hat der Erste Kreisrat Klaus Heimann in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Kreistages geäußert.

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Landkreis (ssr). Das könne insbesondere dann eintreten, wenn es zur Einrichtung weiterer Notunterkünfte kommen sollte. Denn für diese müsse neben der Ausstattung eine Betreuung rund um die Uhr sichergestellt werden, sagte Heimann. Das gelte vor allem für die Verpflegung. Dies werde derzeit kreisweit vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) unter Einbeziehung von viel dankenswertem ehrenamtlichen Engagement geleistet, schilderte der Kreisrat.
Doch dieses drohe an die Grenzen der Belastbarkeit zu stoßen, fügte er hinzu. Ehrenamtliche, von denen viele noch einem Hauptberuf nachgingen, „können nicht über lange Zeit Tag für Tag zur Verfügung stehen“.
Der Ausschussvorsitzende Friedrich Wilharm (CDU) wies darauf hin, dass „die ursprünglichen Aufgaben der Hilfsorganisationen nicht unter dem Einsatz für die Flüchtlinge leiden dürfen“. Denn das würden die Bürger auf Dauer nicht verstehen. „Und dann könnte das ganze politische Klima sich ändern“, fügte Wilharm hinzu.
Der Vorsitzende fragte, was passiere, wenn weitere Notunterkünfte eingerichtet werden müssen und das DRK signalisiere, dass dies nicht mehr leistbar ist. „Dann werden wir uns etwas einfallen lassen müssen“, antwortete Heimann.
Eventuell gelte es dann, noch auf weitere Hilfsorganisationen zuzugehen. „Oder wir müssen selber hauptamtliche Kräfte einstellen“, setzte der Kreisrat hinzu. Wilharm bemerkte, dass hauptamtliche Kräfte für diesen Bereich auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile knapp seien.
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass die ehrenamtlichen Organisationen weiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitmachen“, unterstrich Wilharm. „Es stellt sich nicht die Frage, ob wir die Flüchtlingssituation bewältigen, sondern wir müssen es einfach schaffen“. Dem stimmte Heimann zu: „Wir werden die Flüchtlinge unterbringen, daran führt kein Weg vorbei.“

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