Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Ein Jahr, um Luft zu holen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Ein Jahr, um Luft zu holen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 22.01.2015
Stellungnahme vor dem Bauernhaus: Mitglieder des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen und Gäste des Neujahrsempfangs bekunden ihr Eintreten für Pressefreiheit. Quelle: sk
Anzeige
Landkreis

Harte Themen für die Kommunalwahl im kommenden Jahr standen noch nicht zur Debatte. Das Wahlprogramm werde erst im November auf der Landesdelegiertenkonferenz in Osnabrück formuliert, teilte Bela Lange im Pressegespräch mit, die seit Oktober gemeinsam mit Wilhelm Klusmeier den Schaumburger Kreisverband führt. Ihr persönlicher Schwerpunkt in der Parteiarbeit sei der Blick auf den ländlichen Raum und den demografischen Wandel. Einen noch nicht genau datierten Termin konnte Lange für das Frühjahr nennen. Im Nordkreis ist ein Maibaumpflanzen geplant, bei dem nicht nur gefeiert werden soll. Lange: „Bei uns geht es immer um Politik.“

2015 werde – ausnahmsweise ohne Wahlkampf – „ein Jahr, um ein wenig Luft zu holen“, stellte die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Katja Keul, in einem Grußwort klar. Keul beklagte, dass nach den Vorgängen in Frankreich die übliche Debatte um Strafverschärfung wieder losgehe, und die SPD eine Kehrtwende bei der Vorratsdatenspeicherung vollziehe. Ihre Theorie: „Man will einfach zeigen, dass man was macht.“

In Bezug auf die Flüchtlingsfrage stellte Keul fest, dass „die deutsche Bevölkerung offener und hilfsbereiter ist, als wir das aus den neunziger Jahren in Erinnerung haben.“ Angesichtes der 15 000 Pegida-Demonstranten forderte die Politikerin: „Wir müssen die Hilfsbereitschaft der Millionen anderer betonen.“ Eine Willkommenskultur sei nichts, was man von oben verordnen könne, erklärte die Landtagsabgeordnete der Grünen, Anja Piel, und lobte: Diese Kultur werde in Schaumburg in verschiedenen Konstellationen ganz praktisch gelebt. In diesem Jahr wolle man in Niedersachsen die menschenorientierte Flüchtlingspolitik fortsetzen.

Weiterhin stünden der Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und eine sanfte Agrarwende auf dem Programm der Grünen.

Anzeige