Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Ein Kampf „bis zur letzten Patrone“

Landkreis / Althusmann-Besuch Ein Kampf „bis zur letzten Patrone“

Vertreter des örtlichen Schulwesens haben am Mittwoch die Gelegenheit genutzt, mit dem niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) über Bildungspolitik in Niedersachen zu sprechen. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion hatte der heimische CDU-Landtagskandidat Mike Schmidt ins Kreishaus eingeladen.

Voriger Artikel
Frische Tannenbäume vom Förster
Nächster Artikel
„Nein, ich bereue nichts“

Auf Einladung von Mike Schmidt (rechts)  spricht Kultusminister Bernd Althusmann (Zweiter von rechts) im Kreishaus über Bildungspolitik.

Quelle: rg

Landkreis (jcp). Unstimmigkeiten gab es vor allem bei Fragen zu Kosten der Inklusion. Darüber hinaus sagte Althusmann mit Bezug auf die IGS, er wünsche sich eine ideologiefreie Debatte, in deren Mittelpunkt Schüler- und Elterninteressen stehen sollten. Allerdings bekannte der Minister sich mehrfach klar zum Gymnasium, der „noch immer beliebtesten Schulform“.

Da trug zum Beispiel der Schulleiter des Gymnasiums Steinhude, Thomas van Gemmern, seine Sorgen um eine eventuelle Schließung des Schulstandortes vor. Althusmann entgegnete, er kenne zwar den konkreten Fall nicht, könnte es aber selbst – entsprechende Schülerzahlen vorausgesetzt – „nicht verantworten, ein Gymnasium zu schließen“. Mit Nachdruck: „Ich würde bis zur letzten Patrone kämpfen, um ein Gymnasium zu retten.“

Althusmann erteilte der IGS jedoch keine klare Absage. In „seinem“ Landkreis, Lüneburg, gebe es zwei Schulen dieser Art. Dem Elternwillen sei damit genüge getan. Althusmann sei für „leben und leben lassen“ und dafür, „Ruhe in die Debatte zu bringen“.

Im Kreishaus gelang ihm selbst das beim Thema Inklusion nicht ganz. Rund zehn Millionen Euro werde es die Landkreis-Verwaltung kosten, die Schulen in ihrer Trägerschaft „inklusionsfit“ zu machen, rechnete Schuldezernentin Katharina Augath vor. An die Korrektheit solcher Hochrechnungen, wie sie alle Schulträger derzeit vornähmen, glaubt Althusmann nach eigenen Angaben nur bedingt. Der „Denkfehler“ läge meist darin, anzunehmen, dass ab 2018 auch tatsächlich an jeder Schule Schüler unterrichtet würden, die Baumaßnahmen wie etwa einen Fahrstuhl notwendig machten. Althusmann: „Nehmen Sie sich die Zeit, machen Sie einen Plan, und schauen Sie dann, wie viele Kinder überhaupt da sind.“

Zufrieden schien Augath mit dieser Antwort nicht. Auf der Internetseite des Kultusministeriums heißt es, nach 2018 sei „jede Schule jeder Schulform eine inklusive Schule“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg