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Ein Kompromiss als Ideallösung

Friedrich Meier Ein Kompromiss als Ideallösung

Dass eine „Kompromiss-Lösung“ sich im Nachhinein als goldrichtig erweisen kann, zeigt die Ernennung von Friedrich Meier zum Vorsitzenden des Kreissportbundes Schaumburg (KSB) im Jahr 1978. „Er ist ein Glücksfall für den Sport in Schaumburg“ schrieben die SN zu seinem 75. Geburtstag vor drei Jahren.

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Friedrich Meier liest jeden Morgen die SN im Wohnzimmer.

Quelle: js

Landkreis. Zu diesem Zeitpunkt war der gebürtige Niedernwöhrener schon längst Leser der SN. Bereits seine Eltern haben mit Begeisterung einen Vorläufer der SN, die Hannoversche Presse, gelesen und gaben diese Leidenschaft an ihren Sprössling weiter. Diese hält bis heute an, sogar nach dem Umzug mit Ehefrau Margrit nach Rinteln im Jahr 1997.

Allzu oft stand Meier als Chef des KSB dabei selbst im Fokus der Berichterstattung. 1978 übernahm er den Vorsitz der Organisation. Infolge der Kreisgebietsreform hatte der Landessportbund seinerzeit einer Fusion der Kreissportbünde Schaumburg-Lippe und der Grafschaft Schaumburg verlangt. Meier war zu dieser Zeit Leiter der Jugendarbeit bei Ersterem. „Das war nicht einfach“, erinnert sich der Rintelner.

„Die Alteneingesessenen hatten ihre Vorstellungen“, so Meier weiter. Auch die jeweiligen Vorsitzenden konnten sich nicht darauf einigen, wer von beiden den Chefposten des neuen KSB übernehmen soll. Nach einigem Hin und Her wurde Jugendleiter Meier als „Kompromiss-Lösung“ präsentiert und brachte den neu gegründeten KSB Schaumburg die nächsten 22 Jahre auf den erfolgreichen Kurs, den er heute noch fährt. „Mein Anliegen war dabei immer das Ehrenamt“, erklärt Meier. Entsprechend gab es zu seiner Zeit auch keine Geschäftsstelle des KSB.

Bereits im Alter von 17 Jahren wurde der talentierte Torwart Übungsleiter beim TuS Niedernwöhren und fand Gefallen an ehrenamtlicher Arbeit. Die Bekanntschaft zum damaligen Kreisjugendleiter des KSB Schaumburg-Lippe, der ihm schon in Alter von 16 Jahren mit zu Sitzungen nahm, förderte diese Leidenschaft nur noch. Jene blieb bis zum Ende seiner Amtszeit als Kreissportchef im Jahr 2000 ungebrochen. „Das Ehrenamt bringt nicht nur viel Freude. Man tut auch etwas für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit“, ist sich der heutige Seniorenbeauftragte des KSB sicher.

Nicht minder so viel Energie wie in das Ehrenamt widmete Meier der Arbeit mit Kindern – auf und neben dem Sportplatz. Nach einer Tischlerlehre holte er das Abitur nach und absolvierte ein Pädagogikstudium. Schon bald bekleidete er Rektorenstellen in Lindhorst und Niedernwöhren. Mit 44 avanciere er zunächst zum Schulrat in Wolfsburg. Es folgten Stellen beim Schulaufsichtsamt und als Regierungsschuldirektor bei der Bezirksregierung Hannover.

Nicht nur beruflich war Meier erfolgreich, auch als Sportler schlug er sich wacker. „Ich war ein passabler Leichtathlet“, sagt er von sich. Eine Untertreibung, schließlich holte er unter anderem bei den Hochschulmeisterschaften in Niedersachsen und Norddeutschland mehrer Siege im Fünfkampf sowie Kugelstoßen und Speerwerfen. Auch das Fußball-Talent blieb nicht unentdeckt. Während seiner Studienzeit gab es gar ein Angebot von Hannover 96. „Ich wollte aber schnell mein Studium zu Ende bringen“, kommentiert Meier, die Zeit zum Trainieren habe gefehlt.

Nicht weniger als 47 Sportabzeichen hat der Rintelner während seiner aktiven Zeit gesammelt. Auch heute noch steht er auf dem Sportplatz. Allerdings „nur“ als Abnehmer für das Sportabzeichen. „Alles hat seine Zeit“, sagt der Ehrenvorsitzende des KSB, der immer noch zu vielen Festlichkeiten von umliegenden Vereinen eingeladen wird, um Reden zu halten.

Das kann durchaus als allgemeine Bestätigung für Meiers Leidenschaft verstanden werden. Denn für ihn stehen nicht zwingend die körperlichen Aktivitäten im Vordergrund, sondern die Gemeinschaft. „Es ist doch wunderbar, wenn nach dem Sport miteinander geredet und gelacht wird.“, so Meier. js

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