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Landkreis / Kinderfeuerwehren Eine Freizeit ohne Druck

Die Brandschützer in Schaumburg zählen auf Kinderfeuerwehren als Mittel gegen Nachwuchssorgen. Zumindest die Zahlen scheinen ihnen Recht zu geben.

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Alles rund um die Feuerwehr fasziniert Kinder – darauf ausruhen sollten die Verantwortlichen sich aber nicht.

Quelle: svb

Landkreis (jcp). So gab es Silke Weibels zufolge zwischen 2010 und 2011 in Kinderfeuerwehren kreisweit einen Anstieg um rund 100 auf etwa 900 Mitglieder. Viele davon wechselten anschließend in die Jugendfeuerwehr, also den unmittelbaren Nachwuchs-„Pool“ für die Aktiven. Weibels war bis vor kurzem Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr der Kreis-Jugendfeuerwehr.

 Die Schaumburger Brandschützer haben damit niedersachsenweit eine Vorreiterrolle inne. Als Vorbild gelten vielen innerhalb des Landkreises die Rodenberger „Grisus“, die Kinder bereits seit 1999 an die Feuerwehr heranführen. „Damals wurde das noch oft belächelt“, erinnert sich „Grisu“-Gründer Oliver Kolsch. Mittlerweile hätten fast alle Freiwilligen Feuerwehren eingesehen, dass sie um die Arbeit mit Kindern nicht herumkommen, wenn sie zukunftsfähig bleiben wollen.

 „Problematisch“, sagt die heutige stellvertretende Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Weibels, „wird es in den wirklich kleinen Dörfern.“ Da kann das Programm noch so überzeugend ausgearbeitet sein – ohne Kinder gibt es keine Kinderfeuerwehr. Lässt man dieses demographische Problem einmal außer Acht, wie sieht ein überzeugend ausgearbeitetes Programm für eine Kinder-Feuerwehr aus?

 „Zunächst einmal sollte man bedenken, dass man als Freizeitangebot Kinderfeuerwehr nicht konkurrenzlos dasteht“, sagt Christian Harmening, der die „H2Os“ betreut. Die Lindhorster Kinderfeuerwehr hat vor drei Jahren mit neun Mitgliedern angefangen. Inzwischen gibt es 29 „H2Os“. „Die Kinder können auch in den Sportverein gehen oder zu Hause an der Videospiel-Konsole bleiben“, führt Harmening aus. Nun ist es normal, dass der eine „sein Ding“ in der Feuerwehr findet, während es für den anderen zum Beispiel der Fußball ist. „Im Gegensatz zum Sport befreien wir die Kinder aber ganz bewusst vom Leistungsdruck“, erklärt Harmening. „Wie der Olli das macht, das hat uns schon beeinflusst.“

 Olli, das ist „Grisu“-Chef Kolsch. Der gibt die Marschrichtung vor: „Spiel und Spaß.“ Und zwar, so Kolsch, nicht nur mit Feuerwehrbezug. Sicher fasziniere Kinder auch ein Blick ins Feuerwehrauto – wem an der Stelle aber bereits die Ideen ausgingen, dürfe sich nicht wundern, wenn er sein „Publikum“ vergraule.

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