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„Eine Katastrophe für Europa“

Jahresempfang der Landeskirche in Bückeburg „Eine Katastrophe für Europa“

Als „eine Katastrophe für Europa“ hat der schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke das Sterben von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer und in Lastwagen von Schleusern bezeichnet.

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Mehr als 1000 Gäste genießen den Jahresempfang der Landeskirche rund um die Bückeburger Stadtkirche.

Quelle: rg

Von Stefan Rothe Landkreis. Beim Jahresempfang der Landeskirche in der Bückeburger Stadtkirche forderte Manzke gestern Abend vor mehr als 1000 Gästen „gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie Klarheit im Reden und im Handeln“, um den Flüchtlingen Schutz und Gastfreundschaft entgegen zu bringen.

 Dankbar zeigte sich der Bischof, dass viele Menschen „bei der Unterstützung von Flüchtlingen in großartiger Weise helfen“. Im Konzert dieser Akteure wolle die Landeskirche mitwirken. In ihren Reihen gebe es bereits einige Unterstützerkreise. Deren Vertreter hatten Familien aus Syrien, Afghanistan und Mazedonien zum Jahresempfang mitgebracht, die mit warmem Beifall begrüßt wurden.

 Michael Fürst, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, übte in seinem Grußwort scharfe Kritik an der Reaktion von Politikern und Staatsbehörden auf Fremdenfeindlichkeit. „Schwurbelige Sätze von Politikern ohne Konsequenzen kann ich nicht mehr hören“, donnerte Fürst. „Der Staat verkriecht sich und macht von seinem Machtmonopol keinen Gebrauch“, fügte er hinzu. Gleichzeitig würdigte Fürst, dass „viele Gutwillige daran arbeiten, dass die Fremdenfeindlichkeit eine Episode bleibt“.

 Der als Gastreferent geladene WDR-Intendant Tom Buhrow widmete sich dem Thema „Die Macht der Bilder“. Skeptisch betrachtete der frühere Tagesthemen-Moderator dabei den Trend, dass Menschen immer hemmungsloser Bilder aus ihrem Privatleben ins Internet stellen. Dahinter stehe die falsche Annahme, dass nur wichtig sei, was öffentlich gemacht wird.

 Ehrenamtlichen, die sich in der Kirchenmusik engagieren, wurde eine besondere Ehrung zuteil. 60 geladene Chorleiter, Sänger und Musiker erhielten stellvertretend eine Anerkennung. „Musik spielend repräsentieren Sie die Kirche“, lobte Marianne Gorka, Landespastorin für Posaunen- und Chorarbeit in der hannoverschen Landeskirche.

 Der Jahresempfang wurde musikalisch umrahmt vom Jugendchor der Stadthäger St.-Martini-Gemeinde, dem Blechbläserensemble des Ratsgymnasiums Stadthagen sowie vom Posaunisten Jakob Meyer und der Pianistin Alvyda Zdaneviciuk.

 Anschließend bevölkerten die Gäste das Gelände rings um die Stadtkirche, um bei Klängen der Büsching Street Big Band und einem Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein kurzer Schauer tat dem fröhlichen Beisammensein keinen Abbruch. ssr

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