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Eine effektive Form der Wirtschaftsförderung

Landkreis / Interview Eine effektive Form der Wirtschaftsförderung

Am kommenden Wochenende, vom 20. bis 22. Mai, findet in Stadthagen die 4. Schaumburger Regionalschau statt. Einer der Hauptmotoren ist die Sparkasse Schaumburg, deren Vorstandschef Hans-Heinrich Hahne im Gespräch mit dieser Zeitung seine grundlegende Einschätzung zu dieser Großveranstaltung darlegt.

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Herr Hahne, wieso engagiert sich die Sparkasse als einer der Hauptmotoren für die Regionalschau?
Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut haben wir neben anderen Beteiligungen an der Daseinsvorsorge vor Ort auch die Aufgabe, die heimische Wirtschaft zu fördern. Und die Regionalschau ist eine effektive Form der Wirtschaftsförderung.

Welchen Stellenwert hat die Regionalschau für den Wirtschaftsraum Schaumburg?
Es ist die einzige kreisweite Veranstaltung dieser Art. Dadurch gelingt es, Schaumburg mit seinen Unterzentren als zusammenhängenden Wirtschaftsraum abzubilden. Andernorts stellt sich so etwas viel stärker bezogen auf zentrale Einzelorte dar. Darin liegt eine Besonderheit der Regionalschau. Bemerkenswert ist zudem, bezogen auf einen Landkreis, die enorme Größe der Veranstaltung.

Welche Impulse erwarten Sie von der Schau für den Landkreis?
Das zweifellos vorhandene besondere Schaumburger Identitätsbewusstsein wird dadurch weiter gestärkt. Ohne dieses wäre eine Schau dieser Art im Rahmen eines Landkreises so übrigens gar nicht organisierbar.

Richten wir den Blick mal auf die hiesigen Unternehmen. Welche Chance bietet denen die Regionalschau?
Unternehmen können sich mit ihrem gesamten Leistungsspektrum breit darstellen und bekannt machen. In dieser Weise könnte das am Firmenstandort nicht gelingen.
Zudem zieht diese Regionalschau durch ihre attraktive Präsentation außergewöhnlich viel Publikum an. Das gibt es rings herum sonst so nicht, da müsste man schon in Ballungszentren gehen. Insofern handelt es sich um eine ausgesprochen günstige und effektive Werbemaßnahme. Die hohe Zahl der „Wiederholungstäter“, also der Firmen, die immer wieder ausstellen, zeigt im Übrigen, dass man in den Unternehmensleitungen die Sinnhaftigkeit auch sieht.

Ist die Schau für Unternehmen auch geeignet, Aufträge zu generieren oder gar Abschlüsse zu tätigen?
Ja, da sind während der vergangenen Regionalschauen durchaus auch Abschlüsse verzeichnet worden. Doch das steht nicht im Vordergrund. In erster Linie geht es um eine wirkungsvolle Präsentation, um das Knüpfen zahlreicher und vielfältiger Kundenkontakte. Da zeigt die Erfahrung, dass während der Regionalschau viele Geschäfte konkret angebahnt werden können. Aus Gesprächen mit Firmenleitungen weiß ich, dass es im Nachgang zu vielen Aufträgen gekommen ist.

Wie beurteilen Sie die Mischung aus Wirtschafts-Messe, Info-Veranstaltung und Unterhaltungs-Event für die ganze Familie?
Der unterhaltende, gesellige Aspekt ist heutzutage eine notwendige Voraussetzung für eine überdurchschnittlich erfolgreiche Regionalschau. Um sich von Anderen abzuheben, muss diese sehr bunt und einladend sein. Und das gelingt bei der Regionalschau durch die gewählte Mischung nachweislich sehr gut. In der Vielfalt der Angebote des Rahmenprogramms ist für Jedermann etwas dabei.
Sehr gut finde ich die Idee, die immer wunderbar gestalteten Gartenanlagen jetzt von der Mitte an den Rand des Festplatzes zu verlegen. Das wird von außen einen sehr einladenden Eindruck machen – es wird ein richtiger optischer Anziehungspunkt sein.

Welchen Schwerpunkt legt die Sparkasse bei ihrem Auftritt bei der Regionalschau?
Wir werden vor allem auf das Stichwort Imagepflege setzen. Ein Beispiel: Wir werden als Partner der Olympischen Spiele Reisen zur Olympiade in London und eine attraktive Südafrika-Reise anbieten. Zudem gibt es jede Menge Angebote für Kinder und Jugendliche. In Kooperation mit dem Handwerk führen wir Vortragsveranstaltungen durch.

Die tiefe Finanz- und Wirtschaftskrise liegt hinter uns, die Konjunktur hat wieder angezogen. Wie wird sich das auf der Regionalschau widerspiegeln?
Besonders das Handwerk ist bei uns hier im heimischen Raum gut ausgelastet, da herrscht eine richtig gute Stimmung. Und die wird sich durch den dadurch beeinflussten Auftritt der Firmen und deren Präsentation ganz sicher auf die Schau übertragen. Es wird eine optimistische Atmosphäre herrschen. Ich denke, dass auch die nochmals gewachsene Zahl der Aussteller mit dieser positiven Perspektive zu tun hat.

In welchen Bereichen der Wirtschaft in Schaumburg sehen Sie derzeit die stärkste Dynamik, wo würden Sie sich mehr Impulse wünschen?
Ganz eindeutig ist das Handwerk der wesentliche Motor. Da gibt es sicher Unterschiede zwischen den Gewerken, aber im Großen und Ganzen boomt es hier. Im Vergleich dazu ist allgemein betrachtet der Sektor des produzierenden Gewerbes eher ein Problembereich. Hier könnte der Standort Schaumburg Zuwachs vertragen. Wir leiden nach wie vor unter dem Wegfall von mehr als 3000 Industrie-Arbeitsplätzen im vergangenen Jahrzehnt. Zum Ausgleich sind durchaus neue Jobs entstanden, aber eher im Dienstleistungsbereich, der erfreulich zunimmt.

Angesichts dieser Analyse: Worin sehen Sie die größten Entwicklungschancen des Standortes Schaumburg?
Wir müssen mit dem Pfund unserer idealen verkehrlichen Anbindung wuchern. Ich denke da an die Areale entlang der Autobahn A 2. Da kann man Ansiedlungen aquirieren, auch im produzierenden Gewerbe. Den geplanten Hafen Berenbusch am Mittellandkanal halte ich für eminent wichtig.

Interview: Stefan Rothe

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