Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regen

Navigation:
„Eine tragende Säule der Wirtschaft“

Gesellen freigesprochen „Eine tragende Säule der Wirtschaft“

Handwerkliche und studentische Leistungen müssten in der Gesellschaft die selbe Wertschätzung bekommen, betonte Bundestagsabgeordneter Maik Beermann (CDU) auf der Gesellenfeier der Kreishandwerkerschaft in Bückeburg, bei der 57 neue Gesellen, darunter nur zwei Frauen, freigesprochen wurden.

Voriger Artikel
Abtreibung: Ausnahme Schaumburg
Nächster Artikel
Klinik-Einzug auf Herbst verschoben

Christian Bremer (links) und Moritz Buhr erhalten für ihre guten Noten eine Sonderprämie des Landkreises.

Quelle: bus

Landkreis/Bückeburg. „Ich finde, dass ein Meister genauso viel wert sein muss wie ein Master“, sagte der Politiker im voll besetzten großen Saal des Bückeburger Rathauses. Er selbst habe weder eine Abiturprüfung noch ein Studium absolviert und zähle somit zu den 16 Prozent der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die über keinen akademischen Abschluss verfügten. Dafür müsse sich niemand verstecken. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in unserem Land nicht nur Menschen benötigen, die studiert haben.“ Wer solle denn die Universitäts- und Hochschulgebäude errichten, falls alle studierten, fragte der Abgeordnete.

„Bilden Sie sich fort“

Der Festredner ermutigte die jungen Gesellen, sich nicht beirren zu lassen. „Seien Sie fleißig, wissbegierig und bilden Sie sich fort“, legte er ihnen ans Herz. Er könne keine für alle Situationen gültigen Empfehlungen aussprechen, „aber wenn es irgendwann tatsächlich darauf ankommt, in welche Richtung es gehen soll, dann hören Sie einfach einmal auch auf Ihr Herz, dann werden Sie sicher die richtige Entscheidung treffen“.

Das Handwerk, führte Beermann aus, sei „noch immer eine der tragenden Säulen unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft“. Handwerker gingen angesehenen Berufen nach und stünden bei den Mitbürgern hoch im Kurs. „Sie genießen Vertrauen“, verdeutlichte der Politiker. Dass im deutschen Handwerk derzeit eine gute Stimmung herrsche, stehe außer Frage. Was – beispielsweise – auch mit der Energiewende zu tun habe, die „uns zwar an der einen oder anderen Stelle die Nerven raubt, aber durchaus auch positive Effekte mit sich bringt“.

Denn: „Wer stellt neue Fenster her und baut diese ein? Wer dämmt Dächer und Wände? Wer installiert Solaranlagen und Wärmepumpen? Das sind unsere Handwerker.“ Diese verfügten über das Wissen und die Technik, die heute gefragt seien. Beermann: „Sie legen sich nicht auf die faule Haut, sondern tragen tagtäglich dazu bei, dass Projekte nicht nur fristgerecht fertig werden, sondern dass sie auch qualitativ den hohen Standards entsprechen, die wir in Deutschland so schätzen und für die wir in der ganzen Welt bewundert werden.“

Sonderprämie für gute Noten

Im Anschluss an die Festrede gab es vom Referenten und vom Publikum einen Sonderapplaus für Christian Bremer und Moritz Buhr. Der Metallbauer Bremer (Ausbildungsbetrieb Fricke, Nienstädt) und der Elektroniker Buhr (Meyer, Wiedensahl) erzielten jeweils im theoretischen Teil ihrer Prüfungen die Note „gut“ sowie in der Praxis die Note „sehr gut“ . Dafür sie eine vom Landkreis Schaumburg spendierte Sonderprämie.

Zu den Applaudierenden zählten zudem Kreislehrlingswart Walter Hardekopf, der zusammen mit den Innungsobermeistern für die Überreichung der Gesellenbriefe verantwortlich zeichnete, und Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens. bus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg