Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Emotional aufgeladene Stimmung

Stadthagen / Foto-Vortrag über das Westjordanland Emotional aufgeladene Stimmung

Der Vortrag zum Thema „Palästinensisches Leben im Schatten von Mauer, Sperranlage und israelischem Siedlungsbau“ von Ekkehart Drost hat am Mittwochabend im Kulturzentrum „Alte Polizei“ für emotional aufgeladene Stimmung unter den Zuhörern gesorgt.

Voriger Artikel
„Augenhöhe herstellen“
Nächster Artikel
B 65-Ortsumgehung „vordringlich“

Ekkehart Drost hat im Westjordanland einiges erlebt.

Quelle: tbh

Stadthagen (tbh). Der pensionierte Politiklehrer war für drei Monate als Beobachter im Auftrag des Weltkirchenrates im Westjordanland. Seit seiner Rückkehr hält er in Deutschland Vorträge, in denen er aus seiner Zeit als Freiwilliger beim ökumenischen Friedensdienst in Palästina und Israel berichtet.

 Mit zahlreichen Fotos und Grafiken veranschaulichte Drost, wie er den Alltag der Palästinenser in den besetzen Gebieten erlebt hat. Auf den Fotos waren zum Beispiel die bis zu neun Meter hohen Mauern und Stacheldrahtzäune der Sperranlage, die sich nach Drosts Worten „wie eine Schlange in palästinensisches Land hineinfrisst“, sowie bewaffnete Soldaten an den Kontrollpunkten zu sehen.

 Im Anschluss an den Vortrag meldete sich ein älterer Herr zu Wort, der sich zum Nationalsozialismus bekannte und Parallelen zum Holocaust zog. Drost entgegnete daraufhin, dass seiner Meinung nach „Hitler, wenn er mit den Juden fertig gewesen wäre, mit den Palästinensern weitergemacht hätte“. Obwohl er früher eher pro Israel gewesen sei, könne er nach seiner Zeit im Westjordanland verstehen, warum palästinensische Kinder mit Steinen nach dem israelischen Militär werfen. Drost betonte aber, dass ihm der gewaltfreie Widerstand wichtig ist. „Die Besatzung muss aufhören“, darin sieht er die einzige Lösung für den Konflikt.

 Unter den Besuchern waren auch Schüler vom Ratsgymnasium Stadthagen, die den Vortrag im Zuge eines Seminarfachs besuchten. Auch die Schüler reagierten auf einige Fotos mit Betroffenheit und stellten am Ende interessiert Fragen zu dem Konflikt zwischen Israel und Palästina.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg