Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Endspurt auf freie Ausbildungsplätze
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Endspurt auf freie Ausbildungsplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 21.08.2015
Anzeige
Bad Münder/Landkreis-

So seien bisher gemeldete Stellen zum Teil noch unbesetzt, „oder es werden Ausbildungsstellen erneut zur Besetzung gemeldet, wenn sie nicht angetreten wurden oder die Ausbildung nach kurzer Zeit abgebrochen wurde“.
 Gerade in der Altenpflege sei dies häufig der Fall, weiß Ramona Lohmann, Pflegedienstleiterin beim Seniorendomizil Bad Münder, dabei steigt der Bedarf hier aufgrund des demografischen Wandels massiv an. Ein Ausbildungsplatz sei besetzt, aber man suche noch einen zweiten Bewerber. „Im ersten Jahr kristallisiert sich schnell heraus, wer für diesen Beruf geeignet ist. In der Regel bricht ein Drittel die Ausbildung ab.“
 Insgesamt 20 offene Ausbildungsplatzstellen in der Kur-stadt sind momentan bei der Arbeitsagentur gemeldet. Neben der Altenpflege werden auch Elektroniker verschiedener Fachrichtungen, Fachkräfte Lagerlogistik und Fleischer gesucht. Auch im Hotel-, Gaststättenbereich und vereinzelt sogar im kaufmännischen Bereich gebe es noch Potenzial. Rasokat empfiehlt jungen Menschen, die ohne Lehrstelle dastehen und nicht bei der Arbeitsagentur gemeldet sind, eine Berufsberatung. „Dabei haben vor allem die Jugendlichen noch die besten Aussichten, die sich in Hinblick auf den Berufswunsch flexibel zeigen.“ Tatsächlich sei es immer noch so, dass sich zu viele Bewerber in den gleichen Berufswünschen tummeln.
 Über durchschnittlich 50 Bewerbungen jährlich kann sich die mündersche Verwaltung freuen, wie Heiko Knigge erklärt. „Wir bilden jedes Jahr einen Verwaltungsfachangestellten aus.“ Zwar könne man die Auszubildenden in den meisten Fällen nicht weiterbeschäftigen, „aber uns ist es wichtig, dass wir überhaupt ausbilden“.
 Für alle, die trotz aller Bemühungen in diesem Jahr keine Ausbildungsstelle mehr finden, gebe es Möglichkeiten, um die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn 2016 zu überbrücken, so Rasokat. So böte die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) praktische Orientierung in verschiedenen Berufsfeldern wie Verwaltung, Handel, Garten- und Landschaftsbau, Gaststätte, Metall und Raumgestaltung. Kernstück ist ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb. „Wer sich bei einem Arbeitgeber durch praktische Arbeit und einen guten persönlichen Eindruck bekannt macht, kann eventuell vorhandene Vorurteile abbauen oder schlechte Noten wettmachen.“
 Bei der Einstiegsqualifizierung (EQ) wird ein sechs- bis zwölfmonatiges Praktikum in einem Betrieb absolviert. Die erworbenen Grundkenntnisse bieten eine gute Basis, um sich bei anderen Betrieben zu bewerben.
 Einen aktuellen Überblick über Ausbildungsstellen gibt es in der Jobbörse.

Von Mira Colic

Anzeige