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Ernte und Saat verzögern sich

Feuchte Felder Ernte und Saat verzögern sich

Der Blick zum Himmel war in den vergangenen Wochen meist wenig erfreulich, vor allem für Landwirte. Dicke Regenwolken verhinderten nicht selten die Arbeit. Unter den Rübenbauern herrscht Unruhe, denn die Ernte hat im September begonnen. Das Problem ist jedoch, dass die Äcker nicht befahrbar sind.

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An den Rüben klebt häufig viel Matsch, weil die Äcker vom Regen durchgeweicht sind.

Quelle: dpa

Landkreis. Kreislandwirt Dieter Wilharm-Lohmann berichtet, dass es zahlreichen Landwirten wegen des aufgeweichten Bodens nicht möglich sei, mit den großen Maschinen auf die Felder zu kommen. Das Regenwasser laufe in Wasserlöchern zusammen und sorge dafür, dass die Landmaschinen stecken bleiben. Fahre ein Trecker von einem matschigen Acker auf die Straße, werde die Straße stark verunreinigt. Auch die Qualität des Mais‘ leide unter der Nässe. Pilzerkrankungen könnten die Folge sein. Bei Kartoffeln sei es möglich, dass sie im Boden faulen.

 Die jetzige Zeit sei für starken, lang anhaltenden Regen ungünstig, weil sich die Ernte verzögere und dadurch der optimale Reifezeitpunkt verpasst werde. Selbst wenn es einige Tage nicht regnet, trockne der Boden kaum noch ab.

Weniger Ertrag bei Sommerweizen

Auch der Beckedorfer Landwirt Jens Bremer bestätigt die schwierigen Witterungsverhältnisse für sich und seine Kollegen. Er müsse zwar gerade keine Ernte einfahren, aber die Saat sei im Verzug. Die Wintergerste müsste beispielsweise schon auf dem Feld sein. Geschehe das zu spät, seien die Pflanzen noch zu schwach, um einem eventuellen Frost trotzen zu können.

Die trockenen Tage am Wochenende hätten die Landwirte mit Sicherheit zum Säen genutzt. Wenn die Flächen leer blieben, könnten sie zwar auch noch im Frühjahr etwa mit Sommerweizen bestückt werden. Hier sei der Ertrag jedoch deutlich schlechter als bei dem Wintergetreide –etwa 20 bis 30 Prozent weniger Ertrag seien zu erwarten.

Wetter nicht verteufeln

Bremer möchte das Wetter aber nicht verteufeln: „In den vergangenen Jahren sind wir vom Wetter sogar ziemlich verwöhnt worden.“ So viel Nässe habe es wirklich lange nicht gegeben. Vor 20 Jahren sei das eher an der Tagesordnung gewesen. Man könne damit umgehen.

Im vergangenen Jahr sei das Problem sogar eher gegenteilig gewesen. Da war der Herbst viel zu trocken und die Landwirte kamen nicht mit ihrem Pflug in den Boden. Auch der Jahresanfang sei sehr trocken gewesen. Bremer selbst baut Getreide und Raps an und züchtet Schweine. Er sei derzeit mit der Weizenbestellung beschäftigt und hofft auf noch weitere trockene Tage. jemi

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