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Erst acht Prozent greifen zu

Landkreis / Bildungspaket Erst acht Prozent greifen zu

Die Leistungen aus dem Bildungspaket werden wie andernorts auch in Schaumburg bisher eher schleppend abgerufen. Insgesamt gibt es im Landkreis rund 6000 anspruchsberechtigte Kinder, aber nur für 520 von diesen sind bisher Anträge gestellt worden – also lediglich für gut acht Prozent.

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Landkreis (ssr). Nach Auskunft von Heinz Kraschewski, dem Leiter des Kreissozialamtes, wurden bislang ganz überwiegend Zuschüsse zur Mittagsverpflegung sowie zu Klassenfahrten angefordert (siehe Grafik). Das sind Bereiche, in denen es auch in der Vergangenheit schon Unterstützung gab.
Vorläufig „gleich null“ sei die Resonanz dagegen bei Geld für Lernförderung und bei Zuschüssen für die sogenannte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, also zum Beispiel Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen, Unterricht an Musikschulen, Besuch von Kulturveranstaltungen oder Teilnahme an Freizeiten.

„Es ist ausdrücklich unser Interesse, dass die Leistungen von den Betroffenen auch wirklich abgerufen werden“, bekennt Sozialdezernent Klaus Heimann namens des Landkreises. Das gelte insbesondere für die Lernförderung, die dem Landkreis mit Blick auf die Perspektive junger Menschen mit nachgewiesenem Förderbedarf sehr am Herzen liege. Hier sei man auf das Mittun von Eltern und Lehrern angewiesen.

Daher wolle der Landkreis mittels seiner Volkshochschule in enger Kooperation mit Schulen spezielle Förderangebote bereitstellen, berichtete Heimann. Ein erstes Pilotprojekt ist am Schulzentrum in Lindhorst „gut angelaufen“, wie VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz sagte. „Derartiges streben wir kreisweit an“, so Heimann.

Offenbar müsse bei den meisten betroffenen Eltern generell erst noch die Erkenntnis wachsen, führte Kraschewski aus, dass die Leistungen des Bildungspakets nicht automatisch fließen, sondern dass sie „in eigener Initiative beantragt werden müssen“. Aus Sicht Heimanns wäre es zu begrüßen, wenn betroffene Eltern zunehmend „die Chance, die diese Förderung für die Entwicklung ihrer Kinder bieten kann, als wirkungsvollen Anreiz verstehen“.

Die Kreisverwaltung will auf die bisherige Zurückhaltung reagieren. In der kommenden Woche sollen die Eltern aller 6000 anspruchsberechtigten Kinder per Post ein Informationsschreiben erhalten, wie Heimann ankündigte. Darin sollen die Leistungsangebote gut verständlich dargestellt werden. Darüber hinaus werde genau erläutert, wie man Anträge stellt. Das soll laut Kraschewski auch einen Hinweis beinhalten, wo auf der Internet-Seite des Landkreises sehr bald weitere Informationen zum Bildungspaket und auch Antragsformulare zum Herunterladen zu finden sein werden.

• Service: Mittlerweile sind Antragsformulare laut Kraschewski aber auch in allen Gemeindeverwaltungen sowie bei den Job-Centern erhältlich. Wichtig: Gestellt werden müssen die Anträge aber ausschließlich beim Sozialamt des Landkreises. Für Fragen zum Bildungspaket stehen dort Experten unter den Telefonnummern (05721) 703 -763 und -764 bereit.

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