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Aus dem Landkreis Es darf wieder gepiekst werden
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Es darf wieder gepiekst werden
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00:16 07.11.2016
Symbolbild Quelle: dpa
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LANDKREIS

Jetzt ist dafür die beste Zeit, wie Ahmet Cetindere, Vorsitzender des Ärztevereins Schaumburg weiß.

Durch eine Impfung schütze sich nicht nur der Patient selbst. Denn je mehr Menschen eine Grippeimpfung erhielten, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass ansteckende Viren auf immungeschützte Personen treffen und die Ansteckungskette dann unterbrochen wird. Um der jährlichen Grippewelle zu Anfang des Jahres entgegenzuwirken, wird eine Impfung in den Monaten Oktober und November empfohlen. Nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. „Aber auch eine Impfung zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle kann noch sinnvoll sein, schließlich ist nie genau vorhersehbar, wie lange eine Welle andauert“, sagt Dr. Cetindere. Grippeviren übertragen sich in der Regel über Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen. Aber auch über die Hände und über Gegenstände, wie beispielsweise Türklinken, Haltegriffe oder Treppengeländer, an denen Viren haften, ist eine Ansteckung möglich. Wichtig sei, so Dr. Cetindere, dass die Patienten, die geimpft werden wollen, keinen versteckten Infekt haben, denn: „Durch die Impfung wird der Körper zusätzlich belastet.“

Knapp 30 Prozent der Deutschen ließen sich nach einer bundesweiten Studie in der vergangenen Saison gegen Influenza impfen. Bei Über-60-Jährigen lag die Quote bei rund 50 Prozent. Hier die wichtigsten Fragen zur Impfung:

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung für folgende Personengruppen:

- alle Personen ab 60 Jahren

- alle Frauen, die während der Grippesaison schwanger sind

- Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens; dazu gehören zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose, Immundefizite oder HIV

- Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen

- Personen, die eine Infektionsquelle für Risikogruppen sein könnten (Altenpfleger, medizinisches Personal).

Kann auf eine Grippeimpfung verzichtet werden, wenn im Vorjahr beimpft wurde?

Die Ständige Impfkommission rät grundsätzlich, dass sich alle Personen, denen eine Grippeimpfung empfohlen wird, jedes Jahr im Herbst impfen lassen sollten. Dr. Centindere erklärt: „Die Antigen-Zusammensetzung der Impfstoffe wird jährlich den veränderten Eigenschaften der Grippeviren angepasst.“ Daher bieten nur die Impfstoffe für die jeweilige Saison den besten Schutz gegen eine Erkrankung. „Außerdem lässt der Impfschutz nach, je länger die Impfung zurückliegt“, weiß der Arzt. Warum kann die Wirksamkeit des Impfstoffes von Saison zu Saison variieren?

Das Erbgut von Grippeviren verändert sich ständig. Um diese Veränderungen zu beobachten, untersuchen Labore weltweit die zirkulierenden Grippeviren und übermitteln die Ergebnisse an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das am Robert-Koch-Institut angesiedelte Nationale Referenzzentrum für Influenza. Auf Grundlage dieser Daten wird die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffes empfohlen.

Warum sollten sich Personen mit Grunderkrankungen impfen lassen?

Personen mit Grundkrankheiten haben ein erhöhtes Risiko, schwere oder sogar tödliche Krankheitsverläufe einer Grippeinfektion zu entwickeln.

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