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Aus dem Landkreis „Es geht darum, Präsenz vor Ort zu zeigen“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis „Es geht darum, Präsenz vor Ort zu zeigen“
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18:07 28.11.2011
Jens Berthold (Zweiter von links) berichtet der Kommission von seiner Arbeit. Im Mai dieses Jahres gab es einen bedeutsamen Gräberfund in Hohnhorst. Quelle: par

Landkreis (par). Das Arbeitstreffen der Kommission Kommunalarchäologie des niedersächsischen Landesarchäologen-Verbandes wird aus diesem Grund seit Montagnachmittag in Bückeburg abgehalten und endet mit einer Exkursion nach Bad Nenndorf am Dienstag.

Im Juli 2009 wurde von der „Schaumburger Landschaft“ der Bereich Kommunlarchäologie ins Leben gerufen, der für sechs untere Denkmalschutzbehörden von der Stadt Hameln im Süden bis in den Landkreis Nienburg im Norden Aufgaben der Bodendenkmalpflege übernimmt. Auch im Landkreis Schaumburg ist Archäologe Jens Berthold aktiv.

Berthold nahm das Treffen der Kommission zum Anlass, um Einblicke in seine tägliche Arbeit zu geben. „Überall, wo in den Boden eingegriffen wird, laufen die Planungen im Vorfeld über den Schreibtisch eines Archäologen“, erklärte er. Auch regelmäßige Kontrollen auf Baustellen gehören zu seinem Job dazu. Seinen Angaben zufolge seien besonders die ehrenamtlichen Mitarbeiter wichtig, die ihm Hinweise zukommen lassen.

Henning Haßmann, niedersächsischer Landesarchäologe, bekräftigte in seiner Ansprache, wie wichtig die kommunale Archäologie sei. „Es geht darum, Präsenz vor Ort zu zeigen und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.“ Zwar kann Berthold als Mitarbeiter der „Schaumburger Landschaft“ eigenmächtig keine Baustellen stilllegen, doch die Zusammenarbeit mit den kommunalen Institutionen funktioniere gut.

Als einen „sehr bedeutsamen Pfund“ bezeichnete der Archäologe der Schaumburger Landschaft das mehr als 2000 Jahre alte Gräberfeld, das im Mai dieses Jahres in Hohnhorst durch einen Bagger freigelegt worden ist. „Das größte Grab, das jemals im Landkreis gefunden wurde“, sagte er.