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Es kann noch in diesem Jahr losgehen

Landkreis Es kann noch in diesem Jahr losgehen

Nach etlichen Jahren Verzögerung kann der geplante „2+1“-Ausbau der Bundesstraße 65 zwischen Vornhagen und Kobbensen nun endlich beginnen.

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Für Steuererleichterung

Um die Lärmbelästigung für die Anwohner in Kobbensen gering zu halten, wird die B65 etwa 75 Meter weiter in Richtung Heuerßen verlegt.

Quelle: rg

Landkreis. Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur hat das Ausbauprojekt nachträglich in den Straßenbauplan für 2014 aufgenommen, verkündet der hiesige Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU).

 Auf Initiative Beermanns und des Stadthäger CDU-Europaabgeordneten Burkhard Balz habe es ein Treffen in Berlin gegeben, bei dem „die letzten Unwägbarkeiten für dieses wichtige verkehrspolitische Projekt auf Bundesebene ausgeräumt werden konnten“.

 Unter anderem ist bei dem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des zuständigen Ministeriums, Enak Ferlemann (CDU), die langfristige Sinnhaftigkeit der kostenintensiven Baumaßnahmen erörtert worden. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Fritz Klebe vom Landkreis auf etwa zehn Millionen Euro. Die Arbeiten könnten nach Schätzungen des Baudezernenten im Oktober beginnen und würden zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Wann es losgehen könne, sei jedoch von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln abhängig.

 Dort ist die Genehmigung des Bundesministeriums jedoch noch nicht eingegangen, sagt Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin der Behörde. „Wir stehen in den Startlöchern“, betont sie. Sobald die Genehmigung vorliege, könne mit den Vorbereitungen und den Ausschreibungen begonnen werden.

 Landrat Jörg Farr, der bei dem Treffen in Berlin ebenfalls zugegen war, zeigt sich erfreut: „Damit kann ein sehr wichtiges Infrastrukturprojekt für den Wirtschaftsstandort Schaumburg in Angriff genommen werden.“ Ähnlich äußert sich auch Jan-Philipp Beck, der Stadthäger SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende: „Das ist eine gute Entscheidung für Stadthagen und wirtschaftlich gesehen ein wichtiges Signal.“ Karsten Becker (SPD) befürwortet den Ausbau ebenfalls. Vor allem die schnellere Anbindung an die A2 in östliche Richtung sei von enormer wirtschaftspolitischer Bedeutung, sagt der Landtagsabgeordnete.

 Weniger erfreut zeigt sich die hiesige Bundestagsabgeordnete Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen): „Die Tatsache, dass das Bundesverkehrsministerium per Selbstermächtigung auch im laufenden Haushaltsjahr Projekte beginnen kann, ist eine dreiste Umgehung des Bundestages durch die Große Koalition.“ Aus Sicht ihrer Partei sei es wichtiger, in den Erhalt vorhandener Infrastruktur zu investieren.

 Die Bürgerinitiative „Hände weg von der B65“, hat lange gegen den Ausbau gekämpft. Das größte Anliegen war nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden Hans Bielefeld die Verlegung der Hauptkreuzung weg vom Ortseingang Kobbensen. „Da unsere Hauptforderung erfüllt wurde und wir nicht mehr erreichen können, wird sich die Bürgerinitiative mit dem ersten Spatenstich auflösen“, kündigte Bielefeld an. tbh

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