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„Es wird eng“

Kleine Wohnungen fehlen „Es wird eng“

In zunehmendem Maße fehlen kreisweit kleine Wohnungen für alleinstehende Geflüchtete. „Es wird eng“, bekennt dazu der Sozialdezernent der Kreisverwaltung Schaumburg, Klaus Heimann, auf Anfrage. Gesucht seien Ein- oder Zweizimmerwohnungen, in Letzteren könnten auch Zweier-Wohngemeinschaften einquartiert werden.

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Quelle: pr.

LANDKREIS. Zwar stamme das Gros der in jüngerer Zeit im Landkreis angekommenen Asylbewerber weiterhin aus den Kriegsgebieten in Syrien, dem Irak und Afghanistan, so Heimann. Hierbei handele es sich oft um Familien. Doch seit einiger Zeit kämen wieder verstärkt Flüchtlinge über das Mittelmeer. Die Herkunftsländer dieser derzeit in Schaumburg eintreffenden Neuankömmlinge seien vor allem Somalia, Eritrea, Guinea und Nigeria. Und dabei handele es sich ganz überwiegend um alleinstehende junge Männer, führt Heimann aus.

Mangel an Wohnungen für Einzelpersonen

Diese werden nach Darstellung des Sozialdezernenten wie alle ankommenden Geflüchteten zunächst in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Hier sei eine intensive orientierende Begleitung durch Sozialarbeiter möglich. Normalerweise ziehen die Asylbewerber im Sinne der angestrebten dezentralen Unterbringung nach einigen Monaten in vom Landkreis angemietete Wohnungen um. Doch bei den Einzelpersonen stockt dies derzeit wegen des Mangels an kleinen Wohnungen. Deshalb leben diese jungen Männer zumeist länger in den Gemeinschaftsunterkünften als eigentlich vorgesehen, räumt Heimann ein. „Allerdings haben unsere unter anderem mit Küchen gut ausgestatteten Gemeinschaftsunterkünfte nichts mit Notunterkünften zu tun“, betont er.

Steigende Zahl von Single-Haushalten

Für diese Klientel benötige der Landkreis „dringend kleine Wohnungen“, appelliert Heimann. Gesucht seien Ein- oder Zweizimmerwohnungen, in Letzteren könnten auch Zweier-Wohngemeinschaften einquartiert werden. Die Lage wird dadurch erschwert, dass der Markt an kleinen Wohnungen wegen der steigenden Zahl von Single-Haushalten derzeit allgemein immer knapper wird. Die Städte und Gemeinden, die gemeinsam mit der Kreisverwaltung nach Wohnungen suchen, seien aufgefordert worden, mit ihrer Ortskenntnis eine Akquise speziell mit Blick auf kleine Wohnungen zu betreiben.

Der Experte rechnet damit, dass dies ein länger anhaltendes Problem bleiben wird. „Es ist bislang nicht absehbar, dass sich der Trend ankommender Einzelpersonen aus Afrika schnell ändert.“ Derzeit kommen im Durchschnitt pro Woche 23 neue Asylbewerber an. Der Landkreis verfügt nach Angaben von Heimann mittlerweile über rund 400 Wohnungen für Flüchtlinge. Derzeit gebe es einen Puffer von 80 freien Plätzen, aber eben in größeren Wohnungen. Bei diesen gebe es momentan keinen akuten Bedarf: „Wir kommen damit hin.“

In 60 von den 400 Wohnungen leben bereits als Asylanten anerkannte Personen, die HartzIV-Leistungen erhalten. Diese finden laut Heimann nicht immer unmittelbar eine eigene Wohnung, sodass sie zunächst in den Landkreis-Wohnungen verbleiben, die eigentlich für Neuankömmlinge zur Verfügung stehen sollen.

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