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Essen für die Region

Mein Landleben Essen für die Region

Die Zeit der Völlerei ist vorbei. Jetzt fasten alle. Manche gehen dafür sogar weg. Nach Bali, ins Kloster oder aufs Dorf. Da trinken sie dann die ganze Zeit grüne Smoothies. Das sieht ungefähr so aus, wie das, was die Kuh in ihrem Magen herstellt. Also gequirltes Grünzeug. Gegen diese Art der Nahrungsaufnahme habe ich mich schon vor langer Zeit entschieden.

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Quelle: dpa

Mein Landleben. Ich kaue noch selbst. Das gibt mir das Gefühl, wirklich etwas gegessen zu haben. Püriertes läuft bei mir unter dem Begriff Suppe. Alle anderen Flüssigkeiten sind Soße. Oder Getränke. Und die müssen dünnflüssig sein. So wie Wasser oder Bier. Smoothies haben bei mir also maximal im Sommer eine Chance. Aber dann enthalten sie Joghurt und Früchte und sind eher unter der Kategorie Eis einzuordnen.
Diese Sicht der Dinge macht das Fasten natürlich schwer. Dennoch komme auch ich jedes Jahr kurz ins Grübeln, wenn diese Fasten-Welle über das Land schwappt. Ein bisschen Enthaltsamkeit kann ja nicht schaden. Vielleicht die Süßwaren weglassen? Aber was wird dann aus dem Café im Nachbarort und den ganzen Landfrauen, die dort ihre Torten verkaufen? Da denke ich ja sehr regional. Die Vermarkter vor Ort müssen unterstützt werden. Torten-Verzicht fällt also aus.
Natürlich muss sich das Fasten nicht nur auf die Nahrungsaufnahme beziehen. Es gibt auch Leute, die sich bis Ostern im Konsumverzicht üben. Keine Shopping-Touren, keine Lustkäufe. Auch darüber habe ich nachgedacht. Meine letzte Tour war kurz vor Weihnachten. Demnach habe ich schon eine gut achtwöchige Fastenzeit hinter mir. Die nächsten Wochen bis Ostern schaffe ich locker. In meinem Dorf gibt es nämlich gar keine Geschäfte.
Nach eingehender Betrachtung habe ich beschlossen, dass ich bei dieser Fastenzeit nicht mitmachen muss. Wahrscheinlich ist das sowieso eher ein Stadt-Ding. Dieses Überangebot muss einen ja auch fertig machen. Kneipen, Kinos, Diskos und schnelles Internet – da kommt schon eine Menge Vergnügen zusammen. Aber ich habe das hier zwischen Feld und Wald sowieso nicht. Auf dem Dorf fastet man eben permanent.

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