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Etwa drei Prozent gehen ohne Abschluss von der Schule

Landkreis / Verwaltung Etwa drei Prozent gehen ohne Abschluss von der Schule

Insgesamt rund 280 Schüler haben in den vergangenen fünf Schuljahren innerhalb des Landkreises Schaumburg die Sekundarstufe I ohne Schulabschluss verlassen. Das entspricht einem Anteil von etwa drei Prozent an der gesamten Schülerzahl.

Landkreis (ssr). Diese Ziffern hat die Kreisverwaltung als Antwort auf eine entsprechende Anfrage der CDU-Kreistagsfraktion veröffentlicht. Der aktuelle Trend ist demnach durchaus positiv. Hatte der Anteil der jungen Leute ohne Schulabschluss im Jahr 2007 noch 3,6 Prozent betragen, sind es im gerade zuende gegangenen Schuljahr 2010/11 nur 36 Schüler, das heißt 1,6 Prozent, gewesen.

Während der Schaumburger Regionalschau hatte Landrat Jörg Farr (parteilos) wiederholt geäußert, Schaumburg könne es sich nicht erlauben, „auch nur einen Schüler auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu verlieren“. Dieses hatte CDU-Fraktionschef Gunter Feuerbach veranlasst, nach den Schritten für eine Umsetzung dieses Ziels zu fragen.

In ihrer schriftlichen Antwort weist die Kreisverwaltung darauf hin, dass „zahlreiche“ der betroffenen Schüler durch Maßnahmen der Berufsschulen und der Volkshochschule (VHS) den Haupt- oder den Realschulabschluss nachholen. Dazu trügen im Sinne einer zusätzlichen Motivierung und Förderung in besonders schwierigen Fällen unter anderem die Jugendwerkstatt des Landkreises, ein spezielles Förderprgramm der VHS sowie Angebote privater Anbieter wie etwa der Arbeiterwohlfart bei.

Um Betroffene künftiger Generationen noch gezielter zu fördern, heißt es in der Stellungnahme des Landkreises weiter, müssten Förderangebote vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung weiter ausgebaut und noch besser aufeinander abgestimmt und vernetzt werden.

Um Schritte dahin zu ermöglichen und so viele beteiligte Institutionen wie möglich einzubinden, habe es in jüngster Zeit bereits mehrere Schaumburger Bildungskonferenzen gegeben. Diese sollten fortgeführt werden, und zwar mit folgenden Zielen: der Intensivierung der frühkindlichen Bildung in Familie und Kindergarten; der Unterstützung durch bedarfsgerechte Maßnahmen der Jugendhilfe unter Einbindung des „Pro-Activ-Centers“; der Ausbau von Angeboten wie der Lernförderung der VHS im Rahmen des „Bildungspakets“; Begleitung und Beratung bei Bildungsübergängen; die nachhaltige Betreuung von „Problemfällen“.

Das Schulamt weist darauf hin, dass die konkreten arbeitsmarktlichen Maßnahmen „in hohem Grade abhängig von Höhe und Ausgestaltung der Eingliederungsmittel durch den Bund“ seien. An diesem Punkt hatte die Bildungsdezernentin der Kreisverwaltung, Katharina Augath, von der wünschenswerten Einrichtung eines Bildungsbüros des Landkreises gesprochen.

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