Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Experten sind für Bußgeld-Erhöhung

Telefonieren beim Autofahren Experten sind für Bußgeld-Erhöhung

Werden Autofahrer, die mit Mobiltelefonen am Steuer erwischt werden, bald verstärkt zur Kasse gebeten oder mit Fahrverboten belegt? Im Raum steht eine Erhöhung auf 150 Euro, auch Fahrverbote sind ein Thema.

Voriger Artikel
Anschlag auf Flüchtlingsheim doch Mordversuch?
Nächster Artikel
Vier Einbrüche an einem Abend
Quelle: Symbolbild dpa

Landkreis. Seit dem Jahr 2004 ist das Telefonieren mit dem Handy am Steuer verboten, dazu zählen auch SMS schreiben, Anrufe und die Uhrzeit checken und Anruf wegdrücken. Bislang wurden solche Vergehen mit Geldstrafen in Höhe von 60 Euro geahndet. Dabei soll es aber nicht bleiben. Die angepeilte Gesetzesverschärfung zählt zu den zentralen Anliegen des Verkehrsgerichtstags, der heute und morgen in Goslar zusammenkommt. Ein wichtiges Thema stellt daneben die Einführung einer gesetzlichen Pflicht zum Einbau von Freisprechanlagen dar. Die Reaktionen der Fachleute im Landkreis fallen recht gemischt aus.

 „Ich bin absolut für die Verschärfung“, erklärt Ferdinand Vyskocil. Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der Verkehrswacht Schaumburg würde sich die abschreckende Wirkung auf diese Weise deutlich erhöhen: „Für viele macht es einen Unterschied, wenn sie 150 anstelle von 60 Euro zahlen sollen.“

Unfallrisiko erhöht sich um das 23-fache

Allerdings gebe es auch sicherlich Fahrer, denen mit einer Erhöhung der Bußgelder allein nicht beizukommen sei. Daher spricht sich Vyskocil in gravierenden Fällen für höhere Strafen aus: „Bei Wiederholungstätern reichen Geldbußen nicht aus. Da müssen dann Fahrverbote her. Diese würden richtig wehtun.“

 Laut Fahrschul-Betreiber Michael Remus erhöht sich das Unfallrisiko durch die Nutzung eines Handys um das 23-fache. Untersuchungen haben zudem gezeigt, wer mit Tempo 50 eine Sekunde durch das Smartphone abgelenkt wird, hat in dieser Zeit eine Strecke von 14 Metern zurückgelegt. Bei Tempo 100 sind es in zwei Sekunden schon 60 Meter, in denen kaum reagiert werden kann. Remus sieht das Problem jedoch nicht mit einer Erhöhung des Bußgeldes gelöst: „Höhere Strafen festzusetzen, genügt nicht. Das Ganze muss konsequent verfolgt werden.“

 Genau dies tue die Stadthäger Polizei, so Polizeisprecher Axel Bergmann: „Wenn es bei der Versammlung zu einer Verschärfung kommt, geht das in die richtige Richtung.“ Der Verkehrsgerichtstag sei ein „hoch angesehenes Gremium“, dessen Empfehlungen, etwa beim Führerschein mit 17 Jahren, umgesetzt würden. ano

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg