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Fachleute erkunden Forstamt Spießingshol

Experten zu Gast in Kreisrevierförsterei Fachleute erkunden Forstamt Spießingshol

Rund 300 Forstleute, Waldbesitzer und Forstwissenschaftler sind zu Gast in der Kreisrevierförsterei Pollhagen gewesen. Dabei handelte es sich um die Teilnehmer einer Tagung der bundesweiten „Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft“ in Hameln.

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Lothar Seidel (links) erläutert den Fachleuten die Bewirtschaftungder „Spießungsholer Eichen“.

Quelle: RG

Landkreis. Die Fachleute sollten im Schaumburger Wald die Heimat der „Spießingsholer Eiche“ kennenlernen. Dabei wurde den Gästen laut Lothar Seidel, dem Leiter des Kreisforstamtes, „unser ökologisch wie ökonomisch besonders wertvoller Eichenwirtschaftswald vorgeführt“.

 Wie Seidel vor den Besuchern ausführte, wird im Schaumburger Wald, einem europäischen Waldschutzgebiet, auf Kahlschläge verzichtet. Vielmehr würden Bäume guter Qualität nur auf kleinstem Raum abgeholzt. An diesen Stellen werde umgehend für Nachpflanzungen gesorgt. Hier und da werde sogar auf eine natürliche Verjüngung des Waldes gesetzt.

 Bei diesem Ansatz handele es sich um eine multifunktionale Waldbewirtschaftung, erläuterte Seidel. Dabei würden die ökonomischen und ökologischen Funktionen des Waldes sowie dessen Erholungsfunktion gemeinsam beachtet. Das Abholzen nur auf kleinsten Flächen sichere die Artenvielfalt der im hiesigen Eichenwald vorkommenden Flora und Fauna. Einer besseren Erholung diene dieses Vorgehen, weil Waldbesucher keine abgeholzten Freiflächen zu sehen bekommen. Diese Art der Bewirtschaftung verlange einen gewissen Mehraufwand, räumte Seidel ein. Das werde aber vom Kreistag politisch unterstützt. Der Landkreis Schaumburg ist der einzige landesweit, der Wald besitzt und diesen bewirtschaftet. ssr

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