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Facebook? Nein, danke!

Landkreis / Schweigepflicht Facebook? Nein, danke!

Ärzte, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, laufen Gefahr, ihre Schweigepflicht zu brechen. Davor warnt die Universität Hannover anlässlich einer neuen Studie, die den Einsatz von Facebook und Co. im Praxisalltag untersucht. In Schaumburg scheint das Risiko indes gering zu sein.

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Schaumburgs Ärzte sind bislang kaum in den sozialen Netzwerken aktiv.

Quelle: rg

Von Axel Wagner

Landkreis. Nur einer der stichprobenartig befragten Ärzte ist überhaupt aktiv im Netz unterwegs. „Ich mache da überhaupt nicht mit, weil mir das zu riskant ist“, teilt Dr. Ulrich Soergel, Kinderarzt aus Stadthagen, auf Nachfrage mit. Ähnlich sieht Dr. Werner Muth, Sportmediziner und Durchgangsarzt aus Stadthagen die sozialen Netzwerke. „Ich benutze sie überhaupt nicht.“ Facebook ist für ihn kein Portal zur Kommunikation, sondern eine „Laberplattform“. Für den Informationsaustausch unter Kollegen nutze er geschützte Angebote, auf die Unbefugte keinen Zugriff haben, bei Patienten sucht Muth das direkte Gespräch.
„Ich habe nicht vor, eine Facebook-Seite aufzumachen“, sagt Dr. Andreas Streller, Allgemeinmediziner aus Bückeburg. Dennoch nutzt er das Netzwerk, auch wenn er sich der Risiken bewusst ist. Das sei ein sensibles Gebiet, das müsse man sich klarmachen, meint er und verweist dabei insbesondere auf die Patienten. Viele seien sich nicht darüber bewusst, dass hier die Gefahren liegen. Facebook, so Streller, sei keine Plattform für das Gespräch zwischen Arzt und Patient.

Für Dr. Thorsten Wegner vom Medeco Zahnarztzentrum in Stadthagen ist die Kommunikation via Netz kein Thema. Seiten bei Facebook müssten häufig intensiv gepflegt werden, außerdem bewege man sich mit Blick auf das Thema Werbung immer in einer rechtlichen Grauzone, und auch die Veröffentlichung zum Beispiel von Ausflügen des Praxisteams könne immer wieder für Probleme sorgen.

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