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Fahrende Praxis für Schaumburg

Mobile DRK-Sanitätsstation Fahrende Praxis für Schaumburg

Der Kreisverband Schaumburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) möchte kommendes Jahr eine neue mobile Sanitätsstation erwerben. Eine Investition, die auch für die Ärzteversorgung in Schaumburg von Vorteil sein könnte.

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Stadthagen (tbh). Die fahrende Sanitätsstation wird hauptsächlich für die medizinische Versorgung bei sogenannten Großschadenslagen wie Hochwassereinsätzen, beim Naziaufmarsch in Bad Nenndorf und großen Veranstaltungen in Schaumburg genutzt, wie Bernd Koller, Vorsitzender des Kreisverbandes, erklärt. Seine Idee: Statt das Mobil außerhalb der Veranstaltungssaison ungenutzt zu lassen, könnte es als fahrende Arztpraxis eingesetzt werden. Das könne die Praxen zwar nicht ersetzen, so Koller, aber dazu beitragen auch in Gemeinden, in denen es kaum noch Ärzte gibt, eine medizinische Versorgung zu gewährleisten.
„Ich stelle mir das so ähnlich vor wie ein Landarzt“, erklärt der Kreisverbandsvorsitzende. Die Sanitätsstation könne mit wechselnden Ärzten die Gemeinden im Landkreis anfahren, um dort eine regelmäßige ärztliche Sprechstunde anzubieten. Kollers Sorge: „Die Frage ist, ob sich genug Ärzte finden, die das Mobil besetzten.“ Seine Überlegung sei über die Honorierung des zusätzlichen Aufwandes einen Anreiz zu bieten.
Bis der Plan ausgearbeitet werden kann, dauert es aber wohl noch. Zunächst muss die Grundvoraussetzung für den fahrenden Arztdienst geschaffen werden. Das bisherige Fahrzeug des Kreisverbandes ist nach Worten von Koller veraltet und muss ersetzt werden. Angebote für ein neues Mobil seien bereits eingeholt worden. Zudem gäbe es die Überlegung stattdessen alte Container der Bundeswehr als mobile Sanitätsstation zu nutzen. Dies ist zwar eine wesentlich preiswertere Variante im Vergleich zu dem mehr als sieben Meter langen voll ausgestatteten Mobil, wegen der Anforderungen an eine Sanitätsstation könnte sie dennoch problematisch werden.
Die mobile Sanitätsstation wird voraussichtlich Mitte nächsten Jahres kommen. Im Anschluss könne mit der Planung für den Einsatz als fahrende Arztpraxis begonnen werden. Beim Landkreis sei die Idee laut Koller in einem ersten Gespräch auf Zustimmung gestoßen. Vor 2018 rechnet er jedoch nicht mit einer Umsetzung.

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