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Aus dem Landkreis Familienhebammen gesucht
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Familienhebammen gesucht
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00:18 29.06.2018
Heidemarie Hanauske (links), Ulrike Dommnich, Gisela Schäfer, Sabine Ostermann und Anke Pörtner hoffen auf Verstärkung. Quelle: lht
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Landkreis

Derzeit sind zwei Familienhebammen sowie eine Familien- und Kinderkrankenschwester als „Fachkraft Frühe Hilfen“ in dem Programm tätig, mit dem seit zehn Jahren werdende Eltern unterstützt werden. „Wir brauchen aber definitiv mehr Mitarbeiter“, erklärt Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske mit Blick auf den ungebrochenen Zuspruch des Projektes.

Seit dessen Start 2008 hat die Awo mehrere Hundert Familien unterstützt, vergangenes Jahr waren es 39. Zu viele für lediglich drei Mitarbeiter. In vielen Fällen wird der Verein vom Jugendamt informiert, wenn eine Familie auf Hilfe angewiesen ist. Aber auch über Mundpropaganda oder die Awo selbst erfahren Betroffene vom Programm.

Dieses richtet sich an Familien, in denen Kinder unter besonders belastenden Zuständen zur Welt kommen, etwa weil die Eltern mit Suchtproblemen zu kämpfen haben oder ein Kind verfrüht auf die Welt kommt.

Regelmäßige Hausbesuche

„Das Angebot ist für Eltern kostenlos, sie müssen dafür nicht einmal zum Amt gehen“, erklärt Anke Pörtner, die als Kinderkrankenschwester bereits an einer Umschulung teilgenommen hat. Im Gegenzug werden die Eltern oft schon vor der Geburt und maximal bis zum ersten Geburtstag ihres Kindes mit regelmäßigen Hausbesuchen im alltäglichen Leben unterstützt – ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

„Alle Eltern wollen gute Eltern sein“, sagt Ulrike Dommnich, die das Projekt seit Jahren begleitet. Während nahezu jeder wüsste, wie schädlich Alkohol für Kinder ist, sei vielen Eltern etwa nicht bewusst, wie wichtig eine gesunde Ernährung sowie Zuneigung durch Anschauen, Sprechen oder gemeinsames Singen in dieser Lebensphase sind.

Im Frühjahr 2019 finden in Hannover und Minden wieder Fortbildungen für Hebammen, aber auch für Kinderkrankenschwestern statt, die sich für den Bereich „Frühe Hilfen“ interessieren. Weitere Informationen, auch über Möglichkeiten der Bezuschussung, gibt es bei der Awo unter Telefon (0 57 21) 93 98 30. lht

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