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Fast alle Parteien und Gruppen setzen auf Mitglieder

Landkreis / Finanzen Fast alle Parteien und Gruppen setzen auf Mitglieder

Der Wahlkampf befindet sich in der ganz heißen Phase – am Sonntagabend haben die Schaumburger bereits Gewissheit, wer der oder die Gewinner der Kommunalwahl sind und wer die Verlierer. Für die einen haben sich alle Mühen gelohnt, für die anderen waren Arbeit und Kosten schmerzhaft.

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Die meisten Parteien setzen bei der Finanzierung des Wahlkampfes auf ihre Mitglieder und Mandatsträger. © par

Landkreis (par). Egal, ob Flyer, Plakate oder Anzeigen – Wahlkampf kostet Geld. Die Kreisparteien und -gruppen müssen die Mittel, die sie dafür verwenden, teilweise über fünf Jahre hinweg ansparen. Die SN haben sich bei den Kreisvorsitzenden umgehört, wie ihre Parteien und Gruppen die finanziellen Angelegenheiten meistern.

Paul-Egon Mense betont, dass die FDP alle Ausgaben aus der eigenen Kreiskasse bezahlt. Es laufe alles über die Mitgliedsbeiträge, die sich über die Jahre hinweg angesammelt hätten. Fremdmittel gebe es nicht. „Wir wollen mit dem Vorurteil aufräumen, dass die FDP die Partei der Reichen ist“, stellt er klar. Die Flyer habe er in tagelanger Arbeit alleine gestaltet, wodurch eine Menge Geld eingespart worden sei.

Richard Wilmers, Kreisvorsitzender von „Wir für Schaumburg“, gibt an, dass sich die Initiative genau an ihr Budget von rund 3000 Euro halte und damit auch gut auskomme. „Die Mitgliedsbeiträge sammeln sich über die Jahre hinweg an, sodass wir davon den Wahlkampf finanzieren können.“ Rückblickend auf die vergangene Kommunalwahl berichtet er, dass kurz nach der „WIR“-Gründung noch ein Kredit aufgenommen werden musste.

Die CDU-Kreispartei hat auf SN-Anfrage per Mail geantwortet: „Die CDU-Schaumburg finanziert die Kommunalwahl wie immer aus zweckgebundenen Rücklagen aus Beiträgen und Spenden.“

Sören Hartmann (Die Linke) gibt an, dass ein finanzieller Überschuss aus dem Landratswahlkampf übrig sei. „Ansonsten stellt die Landespartei uns Mittel zur Verfügung – aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren wir den Wahlkampf eher weniger.“ Das Drucken der Flyer und Plakate beziffert er als den größten Kostenpunkt. „Auch dort bekommen wir Material von der Landespartei gestellt, stehen aber alleine in der Verantwortung“, betont er.

„Wir bezahlen den Wahlkampf aus den Beiträgen unserer Mitglieder – Mandatsträger bezahlen natürlich mehr“, erklärt SPD-Kreisparteichef Karsten Becker. Von Spendengeldern wisse er nichts. Insgesamt führe die SPD einen sparsamen Wahlkampf, der davon lebe, dass sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. „Auf Großplakate haben wir dieses Jahr komplett verzichtet“, gibt Becker an.

Auch die Grünen setzen im Wahlkampf auf die finanzielle Unterstützung ihrer Mitglieder. „Flyer, Plakate und so weiter – die Kosten läppern sich“, sagt Kreisvorsitzende Marion Lenz. 15.000 Euro stehen der Partei ihren Angaben zufolge zur Verfügung. „Damit kommen wir gut hin.“ Auch bei den Grünen wird auf ehrenamtliche Tätigkeiten gesetzt, um Kosten einzusparen.

Die Wählergemeinschaft Schaumburg bezahlt ihren Wahlkampf aus den Abgaben ihrer Abgeordneten. „Feste Mitgliedsbeiträge gibt es bei uns nicht – die Mitglieder bezahlen freiwillig“, erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende Hartmut Bauer. Mit einem Budget von 3000 bis 4000 Euro beziffert er die Ausgaben, die die Wählergemeinschaft insgesamt benötigt.

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