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Ausstellung zu 150 Jahre Max und Moritz eröffnet Feinstofflich

Mehr als 170 Porträts hängen derzeit in der Volkshochschule (VHS) in Stadthagen – nicht von Politikern, nicht von Filmsternchen oder Fernsehstars. Und doch kennt die Gesichter fast jeder. Es sind, in vielen Farb- und Designvariationen oder als Stoffcollage gestaltet, die Protagonisten aus den illustrierten Geschichten von Wilhelm Busch. Gestern wurde die Ausstellung eröffnet.

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Lächeln verbindet: Manuela Milke (9) hat das Porträt der Witwe Bolte auf eine Stoffunterlage genäht.

Quelle: sk

Landkreis. Guilianas (9) Moritz-Figur strahlt in Rose-Tönen, da macht der Haarschopf keine Ausnahme. Die Neunjährige von der Grundschule Exten hat ihre Lieblingsfarbe ausgiebig auf den Wilhelm-Busch-Lausbuben angewandt. So viel künstlerische Freiheit sollte und durfte sein. Bis auf die Gesichter, die alle einen Naturton zeigen, sind die Bildelemente der Figuren bunt aber immer stilvoll zusammengesetzt.

 Als Aktion im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen, die dieses Jahr an die Erstausgabe der Geschichten von Max und Moritz erinnern, haben 170 Schüler von sieben Schaumburger Grundschulen die Stoffcollagen angefertigt. Die Bilder zeigen den Lehrer Lämpel und die Witwe Bolte, Schneider Böck, Onkel Fritz und die beiden Hauptdarstelelr: Max und Moritz.

 „Wir haben hier eine wunderbare Ausstellung“, lobte Undine Rosenwald-Metz am Dienstagabend vor zahlreichen Gästen. Viele der jungen Künstler, Eltern und Lehrer waren gekommen. Die Collagen-Aktion, ausgegangen von der Schaumburger Landschaft, sei ein „fulminanter Erfolg“, wertete Rosenwald-Metz. Die VHS-Leiterin dankte vor allem Ute Bernhard, Mitglied der Schaumburger Landschaft und Inhaberin des Stadthäger Geschäftes Stoffkontor. Rosenwald-Metz: „Immer, wenn im Verein eine Projektidee geboren werden muss, ist Ute Bernhardt in der Nähe.“ Weiterhin dankte die Rednerin Mitgliedern des Kreislandfrauenverbandes. Diese waren in die Schulen gegangen und hatten den Kindern beim Nähen geholfen. Sie, die Landfrauen, seien „immer direkt am Menschen“, so die VHS-Leiterin.

Weiterhin halfen Mütter und Großmütter bei der Aktion, denn die Arbeit, der sich die Grundschüler stellten, war kniffelig und forderte Geduld. „Das Einfädeln war das Schlimmste“, raunte es aus dem Publikum, und Bernhardt zitierte ein Mädchen, die seufzend gestanden habe: „Also, Frau Bernhard, zum Nähen bin ich nicht geboren.“ Trotzdem, oder gerade weil es Hindernisse zu überwinden galt, sei die Handarbeit „ein Gewinn für immer“, stellte Bernhardt heraus – auch angesichts der Tatsache, dass in der Beschäftigung mit den digitalen Medien so schnell alles weggeklickt werden könne. Für wertvolle Stoffspenden hatte Bernhardt bei einer Messe in München das Londoner Unternehmen „Designers Guild“ gewinnen können.

 Die Kinderkunstwerke sind nicht nur in der VHS Stadthagen zu sehen sondern ab dem 9. Juni in der Curanum Residenz in Bad Nenndorf und vom 22. September bis 3. November in der VHS Rinteln. sk

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