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Aus dem Landkreis Feuerwehr: TEL muss zweimal ran
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Feuerwehr: TEL muss zweimal ran
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18:05 29.08.2018
LANDKREIS

Die TEL war nach der Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide im Jahre 1975 gegründet worden. Auch in diesem Jahr hatte die extreme Trockenheit in Teilen des Landes zu Waldbränden geführt. Zwar sei Schaumburg verschont geblieben, für den Notfall sei man jedoch gut gerüstet gewesen, so Leiter Bernd Zimmermann. Das Team der TEL übe regelmäßig, um bei Großschadenslagen kompetente Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort bieten zu können, erklärte er. Auch Berater von Bundeswehr und THW würden das Fachwissen erweitern.

Nach gut einem Jahr ohne Einsätze sei die Einheit im Juli gleich zweimal gefordert worden: Beim Brand einer Industriehalle in Nienstädt am 13. Juli sowie bei einem Hofbrand in Hülshagen zwölf Tage später. Auch eine Drohne sei bei den Einsätzen erfolgreich zum Einsatz gekommen.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne zeigte sich über die funktionierende Einheit der TEL erfreut und stellte fest, dass die zunehmende Verzahnung mit dem Fernmeldezug unerlässlich sei.

Dezernentin Andrea Stüdemann erläuterte Überlegungen, wie die abgängigen Spezialfahrzeuge und Gerätewagen sowie der Atem- und Strahlenschutz ersetzt werden könnten. So sei geplant, spezielle Abrollbehälter und ein Wechselladerfahrzeug zu beschaffen.

Laut Kreisbrandmeister Klaus–Peter Grote hat das Ende Mai in Kraft getretene Niedersächsische Brandschutzgesetz viel für die Feuerwehrmitglieder getan. Das Anheben der Altersgrenze auf 67 Jahre hätte für einen länger anhaltenden Erfahrungsaustausch zwischen den Kollegen gesorgt. Gerade die verbesserte Absicherung der Einsatzkräfte und deren Hinterbliebenen nach einem Unfall sei ein besonderer Mehrwert der Gesetzesänderung, stellte er heraus. Die Doppelbelastung, der sich die Mitglieder durch ihre Dienste in den heimischen Feuerwehren aussetzten, könne man nicht hoch genug anerkennen, betonte Grote. r