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Feuerwehr fürchtet Image-Schaden

Kritik am Beschluss, Geld aus Edathy-Prozess anzunehmen Feuerwehr fürchtet Image-Schaden

Sie alle wollen das Geld nicht. Einhellig distanzieren sich führende Vertreter der Feuerwehr in Schaumburg von der Entscheidung des Landesjugendfeuerwehrverbandes, die 5000 Euro aus dem Edathy-Prozess anzunehmen.

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Quelle: dpa

Landkreis. „Nicht in Ordnung“ findet es der Schaumburger Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, dass die Landesjugendfeuerwehr die 5000 Euro angenommen hat: „Ich hätte mich an deren Stelle verhalten wie der Kinderschutzbund, der das Geld abgelehnt hat.“ Grote betonte, das sei die Meinung des ganzen Kreisfeuerwehrverbandes: „Wir distanzieren uns von diesem Beschluss.“

Klaus-Peter Grote

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Zwar solle das Geld für Jugendprävention eingesetzt werden. „Trotzdem halte ich es für schwierig, dass die breite Bevölkerung den Beschluss, die 5000 Euro anzunehmen, verstehen kann. Es werden große Vorbehalte da sein.“ Auf der einen Seite lade sich Edathy „diese Bilder von Kindern herunter“, und auf der anderen Seite „nimmt der größte Jugendverband in Niedersachsen nun Geld von ihm an – ich halte das für äußerst schwierig“, sagte der Kreisbrandmeister.

Eine klare Stellungnahme veröffentlichten die Feuerwehren im Kreis Nienburg auf deren Homepage: „Die Kreisjugendfeuerwehr Nienburg/Weser sowie der Kreisfeuerwehrverband Nienburg/Weser distanzieren sich von der Entscheidung der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr, die Geldauflage des Landgerichtes Verden aus dem Kinderporno-Prozess gegen Sebastian Edathy anzunehmen.“

Frank Prietzel

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Befürchtungen, dass den Jugendfeuerwehren in Niedersachsen nun Negativschlagzeilen anhaften könnten, äußerte Frank Prietzel aus dem Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr Schaumburg. „Unsere gute Arbeit der Jugendwehren kommt in Verruf“, äußerte Prietzel seine Bedenken.

Björn Held

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„Ich vertrete die gleiche Meinung wie der Kinderschutzbund und hätte das Geld anstelle unseres Landesverbandes auch nicht angenommen“, sagte Björn Held, Fachbereichsleiter Jugendforum bei der Kreisjugendfeuerwehr, auf Anfrage. „Das hat etwas von Freikaufen.“

Anke Fahrenholz

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Auf die Frage, ob die Landesjugendfeuerwehr die 5000 Euro nicht an die Kinder- und Jugendfeuerwehren im Wahlkreis von Edathy hätte weiterleiten können, antwortete Landes-Jugendfeuerwehrwartin Anke Fahrenholz: „Wenn das Geld bei uns ankommt, dann kommt es allen im Lande, also auch den Mitgliedern in Schaumburg zugute. Denn unsere Angebote stehen ja allen Mitgliedern offen.“ ssr,vin

Facebook-User reagieren gespalten

Steffen Kolibeatzen: „Verstehe nicht, warum sich hier alle so aufregen, dass die 5000 Euro angenommen werden?! Der Prozess ist durch. Wenn auch leider mit sehr unbefriedigendem Ergebnis. Aber ist nun leider so und da wird sich auch leider nichts mehr dran ändern. Warum soll das Geld dann nicht dazu verwendet werden, Kindern eine schöne Zeit zu bereiten? Die Meisten, die hier auf die Moraltröte drücken, hätten schneller ihre Kontoverbindung rausgekramt, als Lucky Luke seinen Revolver ziehen kann.“
Kalle Peng: „Pfui!!! Geht gar nicht.“
Christoph Eve: „Was? Schämt euch!“
Ann-Christin Bergmann: „Weder die Jugend noch die Kinderfeuerwehr unterstützten mit der Annahme des Geldes das Urteil aus der Verhandlung. Es ist eh schon gesprochen und warum sollten sie das Geld ablehnen? So können sie mit dem Geld wenigstens noch etwas für Kinder auf die Beine stellen.“
Marie Klemme: „Was spricht denn dagegen, dass ein Kinderschutzbund das Geld annimmt und damit anderen Kindern, welche zum Beispiel durch Missbrauch Leid erfahren haben, eine Freude bereiten kann und ihnen in gewisser Weise helfen kann?“

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